
Die Brüder Marc und Alex dominieren die MotoGP-Szene. An diesem Wochenende fahren sie in Austin/Texas.
Er ist vier Jahre jünger und wartet noch immer auf seinen ersten vollen Erfolg in der MotoGP. Alex Márquez (28), der kleine Bruder des achtfachen Motorrad-Weltmeisters Marc (32), schickt sich an, in dieser Saison aus dem familiären Windschatten heraus zu beschleunigen. Sieben Podestplätze hat Alex Márquez bisher vorzuweisen, in der heurigen Saison fuhr er gleich vier Mal hinter seinem Bruder als Zweiter ins Ziel. Sowohl in Thailand als auch in Argentinien durfte er zwischendurch die Rennen anführen, weil ihn Bruder Marc überholen ließ, damit dieser die Reifen seiner Ducati schonen konnte.
Der sechsfache Weltmeister der MotoGP spielt bisher mit der Konkurrenz Katz und Maus. Einzig sein Bruder kann ihm folgen und das Hinterrad halten. Francesco Bagnaia, Weltmeister von 2022 und 2023 und Teamkollege von Marc, wurde schon nach zwei Rennwochenenden zum Nummer-2-Fahrer degradiert. Die Verantwortlichen von Ducati und Gresini zeigen sich dafür umso mehr von Alex Márquez überrascht und angetan.
Mit Selbstvertrauen
Der ist mit sich und seiner Leistung im Reinen. „Aktuell fühle ich mich so stark wie nie in der MotoGP.“ Nach fünf Jahren in der Königsklasse des Motorradsports ist er gereift – und längst reif für den ersten Sieg. Sofern ihn sein älterer Bruder Marc gewinnen lässt. „Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, verfolge ich das Ziel Schritt für Schritt“, meint Alex, Weltmeister 2019 in der Moto2 und 2014 in der Moto3. „Derzeit bin ich am ersten Sieg so nah dran wie nie.“
Gut vorbereitet
An diesem Wochenende macht die MotoGP in Austin/Texas Station (21.00 MESZ/live ServusTV). Die Brüder Márquez haben sich mit einer privaten Trainingsfahrt auf dem Aspar Circuit auf den anstehenden GP kommenden Wochenende eingestimmt. Die Strecke in Guadassuar (Valencia) ist für die beiden ein häufig besuchter Trainingsort im Winter. Sie reisen also bestens vorbereitet nach Austin, um ihre Dominanz in der MotoGP fortzusetzen. Besonders für Marc ist die Strecke in Austin ein Lieblingsort, da er dort bereits mehrfach gewonnen hat. Mit insgesamt sieben Siegen ist der Spanier Austin-Rekordsieger in der Königsklasse.
Alex wird unterdessen immer wieder unterstellt, er würde gegen Bruder Marc auf der Strecke nicht so hart kämpfen wie gegen andere Fahrer. „Das ist respektlos mir gegenüber. Mir wurde diese Frage schon oft gestellt, ob ich irgendwann den Respekt vor Marc verliere oder ob ich zu viel Respekt vor ihm habe.“ Seine Antwort: „Ich bin Rennfahrer.“
Source:: Kurier.at – Sport