ÖFB-Präsident Bartosch: „Das Motto ist: Für Rangnick eintreten“

Sport

Er habe sich zuletzt „ungeschickt“ geäußert, so der interimistische Präsident des Fußball-Bundes. Es gelte nun, an einem Strang zu ziehen.

Beim ÖFB ist letzte Woche wieder einmal einiges aus dem Ruder gelaufen. Vor allem auch einige Aussagen von Präsidiumsmitgliedern in Richtung Teamchef Ralf Rangnick. „Ich kann nicht immer nur fordern und auf der anderen Seite Geld liegen lassen“, hatte etwa Wolfgang Bartosch gegenüber dem Profil gesagt und damit gemeint, es wären durch den verpassten Aufstieg in der Nations League Mehreinnahmen für den Verband auf der Strecke geblieben.

Ob das wirklich zutreffend ist angesichts der vollen Stadien, die es in den letzten Monaten gibt? Bestes Beispiel: Das Auftaktspiel in die WM-Qualifikation gegen Rumänien am 7. Juni im Ernst-Happel-Stadion wurde innerhalb von nur vier Tagen ausverkauft. „Wie man sieht ist die Begeisterung ungebrochen“, muss nun auch Bartosch im KURIER-Gespräch einlenken. Der Interimspräsident des ÖFB gibt zu, dass auch seine Äußerungen der Sache nicht dienlich waren. „Das waren sicher ungeschickte Äußerungen. Ich kann aber nur für mich sprechen und nicht für Hans Gartner“, so der Steirer.

Sein niederösterreichischer Kollege hatte gar noch ein paar taktische Vorschläge für den Teamchef parat. „Hinten hineinstellen und abwarten, was vorne geht. Das hat nicht schlechter funktioniert“, so der Präsident des NÖFV, der trotz seines Alters von 73 Jahren am kommenden Samstag wiedergewählt wird.

Bartosch habe nun übers Wochenende jedenfalls mit Rangnick telefoniert. „Das Thema ist ausgesprochen und ausgeräumt. Ich kann nur sagen, dass ich und das Präsidium voll zu Rangnick stehen. Das Motto ist jetzt: Für Rangnick eintreten.“ Es gelte in Hinblick auf die WM-Qualifikation an einem Strang zu ziehen.

  Verwirrung um ehemaligen Skistar nach Lawinenabgang in Obertauern

„Kein Gegner von Roland Schmid“

Bei der Suche nach einem neuen ÖFB-Präsidenten oder einer Präsidentin werden dem Vernehmen nach nicht alle an einem Strang ziehen. Das bekrittelte auch Roland Schmid im KURIER-Interview. Der Unternehmer zog seine Kandidatur zurück, was Bartosch zur Kenntnis nahm. „Ich bin kein Gegner von Roland Schmid und habe ihn sogar einmal gewählt“, sagt Bartosch.

Tatsächlich, als dieser im Jahr 2021 gegen Gerhard Milletich angetreten war und es nach dem ersten Wahlgang 5:5 nach Stimmen gestanden war. Im zweiten Wahlgang schwenkte Bartosch jedenfalls um und wählte den Burgenländer, dessen Präsidentschaft der Anfang eines nun über Jahre schwelenden Machtkampfs wurde.

Ob der nächste ÖFB-Boss den Verband zur Ruhe bringen kann, ist abzuwarten. Nachdem am vergangenen Freitag die erste Sitzung des Wahlausschusses ohne Ergebnis endete, weil zumindest ein bisher unbekannter Kandidat noch ein Okay für den ehrenamtlichen Job einholen muss, geht es nun am 9. April weiter. Wer dieser bisher namentlich nicht genannte Kandidat ist, weiß Bartosch nicht. „Ich habe keine Ahnung, wer Mister X ist.“

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.