
Bei Red Bull brennt nach den ersten beiden Rennen der Hut. Liam Lawson könnte sein Cockpit verlieren. Fraglich ist, ob Alternativ-Mann Tsunoda stärker wäre.
Beim erfolgsverwöhnten Formel-1-Team von Red Bull kann man in der Chefetage nach den ersten beiden Grands Prix und dem ersten Sprintrennen nicht zufrieden sein. Vierfach-Weltmeister Max Verstappen fährt weiterhin überragend und fast fehlerfrei. Mehr als die Plätze zwei in Australien und vier in China waren für den Niederländer aber nicht möglich.
Abgesehen davon war offensichtlich, dass der Red Bull im Vergleich zum McLaren deutlich langsamer ist. Es scheint, dass auch Mercedes und Ferrari dem österreichischen Team überlegen sind.
Bauchweh bereitet Red Bull auch die Performance von Liam Lawson. Der 23-jährige Neuseeländer fuhr bereits einige anständige Rennen für das Schwesterteam Racing Bulls (vormals Alpha Tauri) und ist seit Beginn 2025 Stammfahrer neben Verstappen bei Red Bull. Doch Lawson kommt mit dem schwer zu fahrenden Auto überhaupt nicht zurecht. 18. im Qualifying in Australien. Letzter im Qualifying für das Sprintrennen, Letzter im Qualifying für China.
Keine Punkte und viele Spekulationen
Während Verstappen in der WM-Wertung mit 36 Punkten auf Rang zwei liegt, ist Lawson noch punktelos. Nun soll Red Bull überlegen, Lawson bereits nach zwei Grands Prix aus dem Cockpit zu nehmen und durch Yuki Tsunoda zu ersetzen, der derzeit den Racing Bull pilotiert. Dort wiederum könnte Franco Colapinto eine Chance bekommen. Der 21-jährige Argentinier fuhr im Vorjahr neun Rennen für Williams und ist heuer Reservefahrer bei Alpine. Für Lawson wäre dann gar kein Platz mehr.
Fraglich ist allerdings, ob Tsunoda tatsächlich schneller wäre als Lawson. Formel1.de analysierte mithilfe einer Strategiesoftware auf seinem Youtube-Kanal, dass auch der Japaner Tsunoda im Red Bull zwei Mal im Qualifying in Q1 ausgeschieden wäre. Und Tsunoda hätte im Red Bull genau so viele Punkte gesammelt wie Lawson – nämlich gar keine.
Gut möglich, dass sich ein Mann derzeit ins Fäustchen lacht: Sergio Pérez. Der Mexikaner war vier Jahre lang Teamkollege von Verstappen, hatte gegen den Ausnahmekönner (fast immer) das Nachsehen und wurde auch teamintern immer wieder kritisiert. Ende 2024 musste der 35-Jährige Red Bull verlassen. Ein Beschluss, der im Nachhinein wie eine Fehlentscheidung aussieht.
Source:: Kurier.at – Sport