
Noch jeder neue Trainer hatte bei Rapid zum Start das Potenzial, die Chancen und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft im Blick. So ist es auch bei Johannes Hoff Thorup, der gegen Ferencvaros ohne Rücksicht auf Verluste, Müdigkeit oder fehlende Eingewöhnungszeit auf ein bemerkenswert offensives 4-3-3 setzte.
Obwohl Ungarns Top-Klub bereits kommenden Donnerstag in der Europa League gegen Panathinaikos spielt, also wesentlich weiter in der Vorbereitung sein muss. Ebenso wollte der 36-Jährige keine Rücksicht auf die Verletzungen der Stammkräfte Wurmbrand, Dahl und Horn nehmen.
(Zumindest) das Ergebnis gibt dem neuen Chefcoach recht.
Vor Solo-Sechser Grgic spielten zu Beginn – wohl mit einem Schuss zu viel Optimismus des Dänen – Gulliksen und Schaub als Achter. Das Duo sollte den drei Stürmern Nahrung liefern. Doch dazu kam es kaum.
Die Wiener standen in Hälfte eins beinahe durchgehend unter Druck. Nach jeweils einem Aufbaufehler von Schaub wie Gulliksen gab es gute Chancen der Ungarn. Dazu schwamm Auer links hinten durchgehend gegen die stark pressenden Ungarn.
Hedl und Stange retten
Bei der besten Chance des Tabellensechsten der Europa League parierte Goalie Hedl stark. Bei einer Rettungsaktion von Ahoussou tat dies die Stange.
Alexander Huber
32 Rapidler trainieren in Benidorm
Nur einmal konnte in Hälfte eins länger der Ball in des Gegners Hälfte kombiniert werden, es folgte ein Abschluss von Nunoo weit drüber (41.). Der Flügelstürmer von Rapid II startete kurzfristig, weil Antiste leichte Schmerzen beim Aufwärmen verspürte. Der im Herbst im Zentrum enttäuschende Franzose sollte von Trainer Johannes Hoff Thorup eigentlich links vorne eine Chance bekommen.
Hoff Thorup in Keanes Zone
Hoff Thorup litt sichtlich an der völlig fehlenden Dominanz, die eigentlich das Ziel des Dänen in Hütteldorf wäre. Beim Coaching bewegte er sich versehentlich sogar bis in die Zone von Amtskollege Robbie Keane, der seine Spieler wie in einem Pflichtspiel agieren ließ: hart, teils an der Grenze zum Unfairen.
In Hälfte zwei wurde komplett durchgewechselt. Weil Stammkraft Horn noch den gesamten Jänner ausfällt und Ahoussou, den der neue Chefcoach gerne auch links hinten testen würde, im Zentrum gebraucht wurde, gab es eine Premiere: Dominik Weixelbraun, ausgebildeter Offensivgeist, verteidigte links hinten.
Goldtor von Seidl
Davor stürmte Talent Haidara – und vergab die größte Chance des Spiels (50.).
Nur eine Minute später stand es tatsächlich 0:1, Matthias Seidl versenkte eine Bolla-Flanke (51.).
Mit dem starken Amane gelang es wesentlich besser, den Ball zu halten. Gartler musste noch einmal retten (75.).
Source:: Kurier.at – Sport



