Vor dem Geschlechterduell im Tennis: Frauen-Power in der Männer-Welt

Sport
FEI Dressage World Cup Finals

Das Beste des Jahres kommt zum Schluss? Zumindest wird der Showkampf zwischen der Weltranglisten-Ersten Aryna Sabalenka und dem Australier Nick Kyrgios, der zumindest 2022 schon im Wimbledon-Finale stand, mit Spannung erwartet.

Und es lässt sich viel schreiben über den Geschlechterkampf „Battle of the Sexes“, der heute in Dubai über die Tennisbühne geht. Vor dem Duell der beiden Tennis-Größen stellt sich die große Frage, ob die Belarussin das zuletzt dauerverletzte Enfant terrible des Tennissports wirklich fordern kann. Kyrgios verschwendet daran keinen Gedanken. „Sie wird mich auf keinen Fall schlagen“, sagt Kyrgios. „Wenn ich verliere, beendete ich meine Karriere.“

Premiere im Jahr 1973

Wenn Sabalenka Kyrgios’ Laufbahn beenden will, muss sie sich nur den ersten Kampf der Geschlechter in den Videorecorder werfen. Billie Jean King gewann 1973 gegen Bobby Riggs recht klar. Riggs, der zuvor Margaret Court schlug, war bei der Niederlage gegen die damals 30-jährige King aber bereits 53 Jahre alt.

1992 machte Martina Navratilova gegen Jimmy Connors eine gute Figur und sieben Games (5:7, 2:6), nicht so gut sahen die Williams-Schwestern 1998 aus. Der Deutsche Karsten Braasch, der auch als Profi gerne mal ein Bierchen trank, schlug Serena 6:1 und Venus 6:2. Zwischen den beiden Sätzen rauchte sich die damalige Nummer 203 der Welt genüsslich eine Zigarette an. 

Serena und Venus hatten zuvor behauptet, jeden männlichen Spieler außerhalb der Top 200 schlagen zu können. Doch wo treten Frauen wirklich gegen Männer an?

EPA/TIL BUERGY

Werth-voll: Isabell Werth ist die Nummer eins im Reitsport.

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Pferdesport 

Reiten ist die einzige olympische Sportart, in der Männer und Frauen in gemeinsamen Konkurrenzen gegeneinander antreten – wie in der Dressur, dem Springreiten und der Vielseitigkeit. Während im Springreiten die Männer dominieren, ist die Deutsche Isabell Werth mit acht Goldmedaillen (dazu neun WM- und 21 EM-Titel) nicht nur die die erfolgreichste Dressurreiterin, sondern generell die Nummer eins der Reitsport-Geschichte. In der Vielseitigkeit wurde 2021 die Deutsche Julia Krajewski zur Stehauffrau und durchbrach mit Gold in Tokio die Männer-Phalanx.

Marathon 

Über die 42,195 Kilometer gibt es bei den Städtemarathons zwar eigene Wertungen für Männer und Frauen, beide Geschlechter laufen aber gemeinsam. Österreichs Rekordhalterin Julia Mayer lässt den Großteil des „starken“ Geschlechts hinter sich. Die Kenianerin Ruth Chepngetich hält in 2:09,56 den Rekord – und war dabei nicht einmal um zehn Minuten langsamer als Landsmann Kelvin Kiptum, der den offiziellen Weltrekord hält (2:00,35). Später wurde Chepngetich wegen Dopings gesperrt – der Rekord bleibt aber bestehen. 

Formel 1 

Im Motorsport dürfen die Geschlechter gegeneinander Tempo machen. Auch in der Formel 1 wäre dies heute noch theoretisch möglich. Als erste Frau am Steuer brauste die Italienerin Lella Lombardi, die auf insgesamt zwölf Rennstarts kam, beim Grand Prix von Spanien 1975 als Sechste in die Punkteränge. Ihre Landsfrau Maria Teresa de Filippis war Ende der 1950er-Jahre die Pionierin, blieb aber punktelos. Die Britin Divina Galica, die Südafrikanerin Desiré Wilson und die Italienerin Giovanna Amati starteten zumindest in der Qualifikation. Die geborene Britin Susie Wolff, Ehefrau des österreichischen Mercedes-Chef Toto, war Testfahrerin, aber wie viele andere Frauen auch in anderen Motorsport-Disziplinen sehr erfolgreich.

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Darts 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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