Warum die Vienna mehr als einen Baum aufstellt und die Gegner pflanzen möchte

Sport

Die Döblinger haben in Hainburg ihren eigenen Nachhaltigkeitswald – mit 1894 Bäumen.

Ein historischer Verein begibt sich an einen historischen Ort. Neben Hainburg, in der Stopfenreuther Au, zwangen einst Umweltschützer mit nachhaltigem Protest die Politik in die Knie und verhinderten damit einen Kraftwerksbau. Die Vienna, Österreichs ältester Fußballklub, setzt in Hainburg auf ein Projekt der Nachhaltigkeit und pflanzt einen Vienna-Wald mit 1894 Bäumen, dem Gründungsjahr Rechnung tragend.

Christian Hofer

„Wir wollen die Zukunft erfolgreich gestalten“, erklärt Vienna-Präsident Kurt Svoboda. Wer in der kommenden Saison auf dem Weg zum geplanten Aufstieg die Gegner pflanzen muss, tut gut daran, rechtzeitig Bäume aufzustellen. Hainburgs Bürgermeister Johannes Gumprecht freut sich über den landwirtschaftlich besonderen Doppelpass. „Es entsteht hier ein Projekt, das seinesgleichen sucht, und zwar in einem Top-Naturschutzgebiet.“

Svoboda nennt es ein Projekt der anderen Art. Warum es ausgerechnet in Hainburg entsteht, liegt auf der Hand, da man mit der Gartengestaltung Miksch aus Eckartsau einen Partner hat, der sich auch um die Hohe Warte in Döbling kümmert.

Ein Mischwald

Die Idee war einst geboren worden mit einem gepflanzten Baum für jedes Vienna-Tor. Da die Döblinger in der kurzen Zeit freilich keine 1894 Treffer erzielen konnten, pflanzte man einfach gemäß dem Gründungsjahr, steckte eine gepflegte Fläche dafür ab und zäunte sie eigens ein. „Weil ja die Tiere Hunger haben“, erklärt Svoboda die Gesetze von Fauna und Flora.

Christian Hofer

Und Alexander Miksch wiederum schaute auf die richtigen Abstände zwischen den Bäumen, damit auch keiner von den 1894 zum Schattengewächs wird. Der Gartenprofi setzte vorwiegend auf Eiche, durchgemischt mit Eberesche, Spitzahorn und Bergahorn. „Wir haben darauf geachtet, dass es Bäume sind, die auch den Klimawandel aushalten.“ Sprich nicht allzu durstig sind, falls man in dürren Phasen mit weniger Wasser auskommen muss. Somit muss der erstandene Baum auch nicht jedes Wochenende persönlich und vor Ort gegossen werden.

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Eigene Wege

Die Vienna geht bewusst eigene Wege, setzte schon früh auf den Frauenfußball, als andere Traditionsvereine noch milde darüber lächelten. Ebenso trägt man mit dem Special Needs Team dem Thema Inklusion Rechnung. Der Wald in Hainburg wiederum soll zur Nachhaltigkeit beitragen.

„Fußball ist ein gesellschaftliches Ereignis. Damit wollen wir ein Statement setzen. Die Vienna tut das schon seit einiger Zeit“, so Svoboda. „Wir müssen etwas für die nächsten Generationen machen.“ Und das geht über den Fußball hinaus.

Wer in Hainburg im First-Vienna-FC-Wald einen Baum aufstellen möchte, ist mit 29,95 Euro unter www.firstviennafc.at/wald live dabei.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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