
Wegen Sexismus-Vorwürfen war die Restaurantkette immer wieder in die Kritik geraten. Nun will Hooters die Strategie ändern.
Die US-Fastfood-Kette Hooters hat am Montag einen Insolvenzantrag eingereicht. Das Unternehmen leide unter gestiegenen Kosten und weniger Kundschaft, heißt es in einer Pressemitteilung.
Betroffen sind nur die US-Standorte der Kette. Die internationalen Filialen – etwa in Deutschland – sind nicht betroffen, da sie von Franchise-Nehmern geführt werden.
Künftig will sich das Unternehmen neu positionieren. Ein reines Franchise-Modell soll langfristiges Wachstum ermöglichen. Die 100 US-Standorte werden an zwei Franchisenehmer übergeben, die bereits Filialen des Unternehmens betreiben.
Familienfreundlicheres Image
Die Kette, die für ihre Hamburger, Chicken Wings und leicht bekleideten Kellnerinnen bekannt ist, strebt zudem ein familienfreundlicheres Image an.
Hooters hat laut Medienberichten eine Überbrückungsfinanzierung in Höhe von 40 Millionen Dollar beantragt. Davon sollen 35 Millionen Dollar als neues Kapital eingebracht werden.
Filialen in Österreich
Das Unternehmen Hooters, Inc. mit Sitz in Clearwater, Florida, wurde 1983 gegründet. Die Geschäftsstrategie des leicht bekleideten, ausschließlich weiblichen Bedienungspersonals ist in den letzten Jahren in die Kritik geraten.
In Österreich gab es fünf Hooters-Filialen. Eine sechste Filiale in Wien wurde 2007 geschlossen. 2020 wurden die Franchiseverträge der fünf bis dahin verbliebenen Filialen nicht verlängert und die Filialen umbenannt.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft