Arbeitswelt 2026: Die fünf Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Unternehmen

Wirtschaft
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2026 wird das Jahr, in dem Lernen und Zuhören beginnen, lautet die Prognose von Jean Bays, Vize-Personalchefin beim Videokonferenzspezialisten „Neat“. Als Expertin für hybride Arbeit und Arbeitsplatzerfahrung weiß sie: Die größte Herausforderung wird sein, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Welche Ansprüche das sind, erklärt sie in einem KURIER-Gespräch. Klar ist aber: Es wird mehr Offenheit und Anpassungsfähigkeit denn je brauchen – auch räumlich, wie Bays betont.

Hybrides Arbeiten

Flexible Homeoffice-Optionen sind und bleiben für Millennials sowie für Gen Z unverzichtbar. „Die einen können nicht fünf Tage die Woche im Büro sitzen, die anderen möchten nicht im Homeoffice arbeiten und wollen sich lieber im Büro entfalten. Junge Talente haben Erwartungen, und wenn man sie halten möchte, muss man diesen gerecht werden.“ Den derzeit hektischen Ruf zurück ins Büro sieht die Expertin deshalb kritisch. „Menschen werden Arbeitsplätze aufgrund solcher Vorgaben verlassen und sich etwas suchen, das ihren Bedürfnissen mehr entspricht.“ Das wird den Firmen noch wehtun, ist sie überzeugt. Jede Menge Hidden Talents, die einen wichtigen Beitrag leisten könnten, würde man so verlieren. 

Dabei ist hybrides Arbeiten absolut machbar. Wie? Mit neuen Technologien und guter Organisation. So sollte etwa das Büro anders eingesetzt werden: „Mitarbeiter sollten sich nicht in einem Meetingraum verschanzen und Aufgaben erledigen, die sie auch im Homeoffice machen könnten“, sagt Bays. Die Zeit vor Ort sollte für Zusammenarbeit unter Kollegen genutzt werden. Dafür braucht es entsprechende Räumlichkeiten.

Moderne Raumkonzepte

Die Zeiten von Büros mit einzelnen Schreibtischen hätten ausgedient. Es brauche offene Räume, Orte, an denen man sich unterhalten und besprechen kann, sagt Jean Bays. „Büroräume und Technik müssen Teamwork, Projekte und hybride Meetings optimal unterstützen, um das Büro wieder zu einem attraktiven, produktiven Arbeitsort zu machen.“ Zentral sind dabei die Fragen: Wer nutzt die Räume, wie viele Menschen treffen sich, wie oft und wie lange?

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„Man kann neue Ideen ausprobieren und nach einem halben Jahr überprüfen, ob sie aufgehen, und bei Bedarf nachjustieren. Beim Raumkonzept gilt: je flexibler, desto besser.“ So entstehe ein Arbeitsumfeld, in das Mitarbeitende gerne kommen, um zu arbeiten.

Gesundes Arbeiten

Ein weiteres Thema, das die Arbeitswelt 2026 begleiten wird, ist der Stressabbau, meint Jean Bays. „Komplexe Abläufe, überladene Rollen und unklare Führung belasten Mitarbeiter, steigern Stress und Fehlzeiten.“ Um dem entgegenzuwirken, sollten Firmen Prozesse vereinfachen und Führungskräfte fit für hybride Teams machen, um Mitarbeiter zu entlasten. Hier sollte man beim Homeoffice ansetzen: Gerade dort falle es schwer, eine gute Balance zu finden. „Oft fehlt die Disziplin, nach der Arbeit tatsächlich den Laptop zuzuklappen, keine eMails mehr zu beantworten und Feierabend zu machen“, beobachtet Bays. Auch Kollegen sollten Rücksicht aufeinander nehmen und auf die Arbeitszeiten achten.

Kollegialität als Schlüssel 

„Man darf nicht vergessen, dass im Beruf eine soziale Komponente mitspielt“, sagt Bays. Die Arbeit blendet sich ins private Leben ein, begleitet einen bis nach Hause. Umso wichtiger sei es, dass man sich im Job wohlfühlt und sich zumindest mit den Kollegen versteht. Das bringt auch der Firma Vorteile: „Für viele Mitarbeiter der GenZ ist der Teamzusammenhalt der wichtigste Grund, im Unternehmen zu bleiben“, sagt Bays. In hybriden Arbeitsmodellen sei es die Aufgabe der Unternehmen, neue Wege …read more

Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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