
Wie die Auseinandersetzung mit den eigenen Finanzen neue Freiheit verschaffen kann.
Die Vernunft kam mit Mitte 30 und damit, retrospektiv betrachtet, um locker zehn Jahre zu spät. Es waren leichte Jahre des Genusses, mit ersten, echten Jobs und erstem, echtem Einkommen. Ich habe in dieser Zeit jeden Kontinent besucht und bin auf die höchsten Berge gewandert. Die Brieftasche saß lose, die Erfahrungen wuchsen.
Auf Wanderjahre erfolgen naturgemäß gesetztere Zeiten. Mit dem Alter ändern sich die Horizonte, man denkt an mehr, man denkt familiär. Auf einmal dreht sich das Leben stärker ums Geld und damit auch darum, was man für den Fall des Falles auf der hohen Kante hat, wie es bei Jobverlust weitergehen würde, was man der Familie und dem Kind jetzt und später bieten und mitgeben kann.
Vorsorgen, sparen, investieren – das sind oft keine angenehmen Gedanken oder Gespräche, weil es zunächst um Verzicht geht. Aber die Auseinandersetzung mit Geld, Gold, Immobilien und Aktien hat diesen einen, entscheidenden Knackpunkt:
Wenn man einmal damit angefangen hat, die Dinge ins Laufen kommen, sieht man ziemlich schnell Erfolge. Aktienkurse bewegen sich, Kreditbelastungen werden weniger, das Kapital in den Depots wird mehr. Das macht Spaß und fühlt sich gut an. Es stimmt: Geld macht nicht per se glücklich, aber die Absicherung im Hintergrund verschafft eine neue Freiheit.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft