
Weniger Einlagen und Verträge im Vorjahr. Aber Gruppe inklusive Versicherung und Bank verbesserte Ergebnis.
Die Wüstenrot-Gruppe hat ihr Ergebnis 2024 verbessert. Das Gruppen-EGT legte von 94,4 Mio. Euro auf 97,7 Mio. Euro zu, teilte das Unternehmen am Montag mit. Im Detail steigerte die Wüstenrot-Versicherung ihr Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) von 53,0 auf 55,0 Mio. Euro – trotz eines herausfordernden Umfeldes in Anbetracht weiterer Naturkatastrophen und Großschadensereignisse. Die verrechneten Prämien zogen vor allem im Bereich Schaden/Unfall (plus 9,1 Prozent) an, positiv wirkten hier laut dem Versicherer Zuwächse bei Haushalts-, Rechtsschutz-, und Unfallversicherungen.
Das EGT der Bausparkasse sank dagegen von 62,0 auf 49,7 Mio. Euro. Dabei fielen sowohl der Vertragsbestand – von rund 651.183 auf rund 590.646 Stück – als auch die Bauspareinlagen, die von 3,6 Mrd. Euro auf 3,4 Mrd. Euro zurückgingen. Das Neugeschäft bei den Sparverträgen ging von 101.702 auf 87.507 Stück zurück. Als Gründe führte Wüstenrot die Auswirkungen der KIM-Verordnung, die Banken strengere Regeln zur Vergabe von Wohnbaukrediten vorschreibt, und das niedrigere Zinsumfeld an. Die Ausfallquote blieb mit rund 1 Prozent jedoch weiter niedrig.
Mit der Entwicklung der 2023 gegründeten Wüstenrot-Bank zeigte sich die Gruppe zufrieden. Trotz eines „massiven Konditionenwettbewerbs“ halte man inzwischen knapp 500 Mio. Euro (482,5 Mio. Euro) an Einlagen von Privatkunden. Im Zuge der Gründung der Wüstenrot-Bank will sich die Gruppe künftig stärker auf den heimischen Privatkunden-Markt konzentrieren.
Ihr Engagement in den CEE-Bausparmärkten will sie dagegen abbauen. So wurde im Vorjahr die Beteiligung an der ungarischen Bausparkasse verkauft. Im Februar 2025 fand zudem das Closing des Verkaufs des Anteils an der Bausparkasse Kroatien statt. Außer in Österreich ist die Wüstenrot nun noch in der Slowakei vertreten.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft