
Mehr Ein- und Zweifamilienhäuser wechselten den Besitzer. Deutlich teurer geworden sind die Mieten.
Die rückläufigen Zinsen, die niedrigere Inflation und die temporären Befreiungen von den Gebühren für die Eintragung der Besitzurkunde sowie des Pfandrechts ins Grundbuch, wie auch gewisse psychologische Gewöhnungseffekte haben die negative Entwicklung am Immobilienmarkt zuletzt gebremst. Und es gibt Bereiche, die wieder anziehen.
So nehmen die Einfamilienhäuser laut Remax schon wieder richtig Fahrt auf. Sie performen am besten im Vergleich zu anderen Immobilienkategorien.
Es werden wieder mehr Ein- und Zweifamilienhäuser gekauft, auch der Wert der gehandelten Häuser steigt. Doppelhaushälften entwickeln sich im Vergleich zum Gesamtmarkt sehr gut, der Verkaufswert ist um 4,8 Prozent gestiegen, von 515 auf 540 Millionen Euro.
Mehrfamilienhäuser und Wohnungen haben sich im Vergleich dazu ziemlich eingebremst, die Menge der verkauften Einheiten ist 2024 gesunken. Gewerbeimmobilien sind noch nicht vom Aufschwung erfasst, vor allem Retail- und Gewerbeimmobilien sowie Hotels verzeichneten Rückgänge.
Der Blick in die Bundesländer zeigt: Kärnten verzeichnete den größten Verlust an Verbücherungen, gefolgt von Tirol und der Steiermark. Burgenland, Vorarlberg und vor allem Salzburg verzeichneten Zuwächse bzw. nur ein kleines Minus. „2024 sind die meisten Immobilientypen noch im Landeanflug, mit einer bedeutend geringeren Sinkrate als 2023, manche auch immer noch im Sturzflug, aber einige starten auch schon wieder kräftig durch“, so Anton Nenning, Head of Research bei Remax.
Die Mieten inklusive Betriebskosten sind 2024 im Vergleich zum Jahr davor um durchschnittlich 4,5 Prozent teurer geworden. Ein Viertel der Mietverträge ist befristet, im Durchschnitt betrug die Mietdauer 11,4 Jahre. Die Hauptmieten inklusive Betriebskosten betrugen im Durchschnitt 653,60 Euro, das sind 9,8 Euro pro Quadratmeter, so die Statistik Austria. Die Betriebskosten lagen im Vorjahr bei 163,7 Euro pro Wohnung bzw. 2,5 Euro pro m2.
Bei der Neuvermietung von Wohnungen liegt die Durchschnittsmiete inklusive Betriebskosten bei 11,8 Euro pro Quadratmeter. Altverträge, die seit 30 Jahren oder länger bestehen, kosteten den Mietern im Vergleich dazu lediglich 6,3 Euro pro Quadratmeter. Befristete Mieten sind dabei tendenziell höher: Im Durchschnitt lag die Miete inklusive Betriebskosten bei befristeten Hauptmietwohnungen bei 12,8 Euro pro Quadratmeter, während unbefristete Hauptmietwohnungen einen Quadratmeterpreis von 8,8 Euro aufwiesen. Bei den privaten Hauptmietverträgen betrug der Anteil der befristeten Mietverträge 49,5 Prozent, mehr als 400.000 Wohnungen sind befristet vermietet. Anders sieht dies bei Wohnungen von gemeinnützigen Bauvereinigungen aus.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft