
2024 wurden mehr Wohnungen, Häuser und Grundstücke zwangsversteigert, als die Jahre zuvor.
Die Zahl der Zwangsversteigerungen ist im Vorjahr angestiegen. Zu einer Zwangsversteigerung kommt es dann, wenn Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung ihre Schulden – etwa die Kreditraten – nicht mehr bezahlen können.
Wer schon in den vergangenen Jahren eine Immobilie mit variablem Kredit finanzierte, hatte es zunehmend schwer, die Raten zu bedienen. Wird keine Lösung wie eine Umschuldung gefunden, ist die Zwangsversteigerung der letzte Ausweg, was für die Betroffenen sehr belastend ist.
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Unter dem Hammer
Käufer profitieren von ihrer Notlage, denn mitunter kann man bei einer Zwangsversteigerung eine Wohnung oder ein Haus unter dem Marktwert erwerben. Um überhaupt ein Gebot abgeben zu können, muss man bei einer Zwangsversteigerung zehn Prozent des Schätzwertes der Immobilie als Sicherheitsleistung hinterlegen.
Laut einer Auswertung von „smart facts“ gab es im Vorjahr 1.092 und damit um rund ein Drittel mehr anberaumte Termine für Zwangsversteigerungen von Liegenschaften. Die größten Anstiege gab es in Salzburg und dem Burgenland, wo sich die Zahl der Termine mehr als verdoppelte. Die Schätzwertvolumen legten um 27,1 Prozent auf 437 Mio. Euro zu. Die meisten Termine für Zwangsversteigerungen gab es im Wohnimmobilienbereich (630), deutlich weniger für Gewerbeimmobilien und Grundstücke. In allen drei Bereichen gab es aber Zuwächse.
In Salzburg und im Burgenland verdoppelte sich die Anzahl der Termine (je plus 117 Prozent), während es in Vorarlberg (plus drei Prozent) und der Steiermark (plus fünf Prozent) die geringsten Anstiege gab. Bei den Schätzwertvolumen der versteigerten Liegenschaften verzeichneten dagegen Wohnimmobilien den geringsten Anstieg (plus 16,1 Prozent), während es bei Grundstücken einen überproportionalen Zuwachs von 60 Prozent gab. Bei Gewerbeimmobilien wuchsen die Schätzwertvolumen um 32,3 Prozent an.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft