
Die Bank Austria hat das Duo Herr Holzer und Frau Reiter – auch bekannt unter den Usernamen @grindig und @alisa. Die beiden sind Corporate Influencer und bespielen seit Mai 2022 mit humorvollen Sketchen den offiziellen TikTok-Kanal der Bank. „Wir machen Bank Zeugs“ lautet die Beschreibung ihrer Tätigkeit, die eines deutlich zeigen soll: Verstaubt ist bei dieser Bank nichts. Doch das muss man sich als Unternehmen erst einmal trauen.
Hohe Glaubwürdigkeit, mehr Sympathie
Corporate Influencer haben eine starke Wirkung, zeigt eine neue Studie von Marketagent in Kooperation mit der Österreichischen Marketing-Gesellschaft. 78 Prozent der Befragten (230 Marketingexperten und 1.000 Personen der österreichischen Gesamtbevölkerung) empfinden die Inhalte der Influencer als glaubwürdiger als die klassische Unternehmenskommunikation. Außerdem ziehen die Befragten echte Mitarbeiter und echte Kundschaft ganz klar Promis vor.
Unternehmen mit Mitarbeitenden in der Werbung werden mehrheitlich als sympathisch, nahbar, modern und transparent wahrgenommen, heißt es in der Studie. Von diesem Vorteil machen bereits einige Firmen Gebrauch – etwa auch die Austrian Airlines, die ihren Followern via TikTok Einblicke in den Arbeitsalltag gewährt, oftmals auch mit Humor.
Insgesamt setzen bereits 40 Prozent der Befragten Corporate Influencer ein – am häufigsten auf LinkedIn (74 Prozent), wo der Ton tendenziell seriöser ist als auf TikTok und Instagram. 65 Prozent der Befragten berichten von positiver Akzeptanz. 64 Prozent sorgen sich jedoch vor übermäßiger Selbstinszenierung. Denn Corporate Influencer bringen ihre eigene Persönlichkeit ein – das kann dem Firmen-Image guttun oder im schlimmsten Fall schaden.
Als wichtigste Schlüsselkompetenz wünscht man sich deshalb von den Online-Markenbotschaftern Glaubwürdigkeit und Authentizität. Die größten Herausforderungen wären unterschiedliche Qualitätsniveaus, der Kontrollverlust über Inhalte und die Unsicherheit einen Shitstorm auszulösen.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



