
Die Hauptbibliothek der Universität Wien wird moderner: Bis 2027 entstehen im Haus am Ring doppelt so viele Arbeitsplätze, Barrierefreiheit und Energieeffizienz werden erhöht.
Der Start für die umfassende Sanierung der Hauptbibliothek der Universität Wien ist erfolgt: Bis 2027 wird die historische Bausubstanz von der Bundesimmobiliengesellschaft grundlegend modernisiert und eine Raumstruktur mit modernem Standard geschaffen. „Wir stellen den von Heinrich Ferstel geplanten Originalzustand wieder her, wo das möglich ist, denken überholte Raumstrukturen neu und schaffen gleichzeitig mehrere Hundert moderne Leseplätze. Die Bibliotheksabläufe werden nutzerfreundlicher und effizienter“, sagt Christine Dornaus, Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft.
Gunther Palme ZT GmbH
Helle Räume zum Lesen und Lernen entstehen in der neuen Unibibliothek.
Der Entwurf des Architekturbüros DI Gunther Palme ZT GmbH aus Wien sieht einen eigenen Eingang für die Bibliothek in der Reichsratsstraße vor. Aus den alten, dunklen Magazinbereichen werden helle, großzügige Räume für Studierende. „Auch vom begrünten Arkadenhof wird es zwei Zugänge zur Bibliothek geben, die bereits original vorhanden waren. Dafür muss auch die eine oder andere Büste einer prominenten Persönlichkeit ihren Platz wechseln“, erzählt Josef Strohschneider vom Architekturbüro Palme. Umbau und Sanierung passieren in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt.
Universität Wien / Öffentlichkeitsarbeit/Uni Wien/ Franz Pfluegl
Auch der historische Lesesaal wird saniert.
Eingang wird neu
Der neue Haupteingang gliedert sich in die denkmalgeschützte, historistische Fassade des Hauptgebäudes ein und führt in eine mehrstöckige Halle mit neu eingehängter Galerie. Hier wird sich die erste Anlaufstelle für die Bibliotheksbenutzer mit zentraler Entlehnstelle und Erstinformation befinden. Alle Bereiche werden barrierefrei erreichbar sein. Neben verschiedenen Studier- und Lernzonen wird es auch Seminarräume geben. „Einige historische Bücherregale wird man nach dem Umbau auch hier wiederfinden“, so Strohschneider.
Die Energieeffizienz des Bibliothekstrakts wird optimiert: Die alte Heizungsinstallation wird komplett erneuert. Wo es baulich möglich ist, sind Niedertemperaturheizflächen wie Fußbodenheizungen oder Deckenkühlungen geplant, geheizt wird mit Fernwärme. Neue energiesparende LED-Lampen können individuell gesteuert werden.
Auch der historische Lesesaal wird saniert, unter anderem müssen Wasserschäden an der Decke gehoben werden.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft