Agrana-Ergebnis in Corona-Zeiten: „Weit entfernt vom Jammern“

Wirtschaft

Gute Nachfrage nach Stärke und bessere Preise für Ethanol sorgen für höhere Gewinne im Konzern

Die Corona-Krise hat die Umsätze des Versandhandels deutlich angekurbelt. Davon hat auch die Agrana profitiert. Stärke wird für die Karton-Herstellung benötigt. Außerdem sind die Preise für Ethanol im Herbst nach oben gegangen.

Das hat den Konzerngewinn der Agrana nach den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs 2020/21 um fast 25 Prozent auf 53,8 Millionen Euro steigen lassen. Für das Gesamtjahr wird ein Gewinn zumindest auf dem Niveau des vorigen Geschäftsjahres erwartet. Der Agrana-Jahresumsatz beträgt rund 2,5 Mrd. Euro.

Die größten Probleme gibt es nach wie vor im Bereich Zucker. Zwar hat sich der Verlust in dieser Sparte in den ersten drei Quartalen halbiert, aber er beträgt immer noch 15,5 Millionen Euro. Die Zuckerfabriken waren nicht voll ausgelastet. Beim Zuckerpreis gab es deutliche Schwankungen.

Im Bereich Fruchtzubereitung ist das Ergebnis gesunken. Wegen der schlechten Apfelernte im vergangenen Jahr war die Menge geringer und das Geschäft mit Fruchtzuckerkonzentrat deutlich schwächer.

Angesichts des gestiegenen Gewinns gab es für den Vorstandsvorsitzenden der Agrana, Johann Marihart, keinen Grund zur Klage. „Corona macht es nicht einfach. Aber auch wenn wir manchmal schwächere Märkte haben. Da wir Lebensmittel erzeugen und auch Rohstoffe zur Kartonerzeugung liefern, sind wir weit entfernt vom Jammern.“

Der Agrana-Chef hofft, dass die geplante Erhöhung der Beimischung von fünf auf zehn Prozent Bioethanol zum Benzin bald umgesetzt wird.

Die rund 2.000 Mitarbeiter in Österreich können sich zweimal in der Woche auf freiwilliger Basis auf Corona testen lassen. „Die Mitarbeiter betrachten das als Service“, so Marihart. Die Kosten dafür betragen 20.000 Euro pro Woche.

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Offen ist nach wie vor die Entscheidung über die künftige Führung der Agrana. Der Vertrag von Marihart (70), der seit 1992 Vorstandschef ist, endet am 28. Februar.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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