Raux-Yao über Titelchance und Transfer: „Rapid ist die Nummer 1“

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Serge-Philippe Raux-Yao ist ein außergewöhnlicher Fußballer: 197 Zentimeter groß und doch einer der schnellsten Rapidler (neben Dahl und Schöller). Nach einem schwierigen Herbst nähert sich der 26-Jährige unter Trainer Hoff Thorup wieder der Top-Form.

So entspannt wie der Innenverteidiger auf dem Rasen wirkt, ist der Franzose mit perfektem Englisch auch im persönlichen Gespräch. Vor zwei Jahren ablösefrei aus der französischen 2. Liga gekommen, könnte Raux-Yao im Sommer um einige Millionen in eine Top-Liga wechseln.

Davor gibt es ein Versprechen an die Rapid-Fans und eine Kampfansage an Cupsieger LASK vor dem Liga-Hit in Linz am Montag.

KURIER: Sie haben in knapp zwei Jahren schon viel erlebt bei Rapid. Was hat sich seit dem Winter verändert?

Serge-Philippe Raux-Yao: Trainer Hoff Thorup hat die Kommunikation verändert und neue Energie reingebracht. Die Trainings sind manchmal etwas kürzer, dafür aber intensiver. Und wir verbringen mehr gemeinsame Stunden im Trainingszentrum.

Was machen Sie abseits vom Fußball?

Zuletzt war meine Familie da. Wir haben uns Museen angesehen, auch das Sisi-Museum. Sonst bin ich manchmal im Kino, aber am liebsten eigentlich zu Hause, um mich auf den Fußball zu konzentrieren. Das ist mein wichtigster Lebensinhalt.

Welche inhaltliche Veränderung des Trainers ist die wichtigste?

Der Spielstil. Es erinnert mich an die Arbeit mit Robert Klauß: Wir warten nicht, was der Gegner im Spiel tut, sondern trainieren vorher genau das, was wir dann spielen wollen, und ziehen es durch. Das kommt mir sehr entgegen. Ich glaube, dieser Zugang passt auch besser zum Kader.

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Sie dürfen jetzt wieder versuchen, mit manchmal gefährlichen „Laserpässen“ durch die Linien nach vorne zu spielen …

… genau. Das ist mein Stil, das mag ich. Ich bin glücklich.

Peter Stöger wollte nur wenig Risiko im Spielaufbau eingehen. Unter Druck wurden die Bälle zur Not nach vorne geschossen. War das für Sie enttäuschend?

Für mich war es so, als würde ein Flügelspieler nicht in Sprints geschickt werden. Ich konnte nicht meine ganze Qualität einbringen. Aber das ist Fußball: Anforderungen wechseln, ich muss mich anpassen.

Von 0 bis 100 – wie viel Prozent des Potenzials kann das aktuelle Team ausspielen?

Ich würde sagen 70. Es war sehr wenig Zeit, das neue System einzuüben, und wir haben sofort jeden Punkt benötigt. Dazu waren wichtige Spieler verletzt. Im Jänner waren wir vielleicht bei 30 Prozent. In einer Sommervorbereitung wäre viel mehr Zeit – da kann man nahe 100 kommen.

Was müssen Sie verbessern?

Noch fokussierter bleiben! Ich mache immer noch Fehler, wie beim 0:1 gegen den LASK. Oder probiere einen Laserpass zu knapp vor dem Tor, wie zuletzt gegen Salzburg. Aber ich versuche, keinen Fehler genau so noch ein zweites Mal zu machen.

Es fällt auf, dass Sie im Frühjahr ihre Gegenspieler aggressiver verfolgen und nicht nur die letzte Linie verteidigen.

Ja,  weil wir mit drei Innenverteidigern spielen. Da kann ich leichter rausstechen. Am liebsten spiele ich hinten mit zwei Innenverteidigern. Wichtig ist, dass ich ready bin für jedes System.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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