Nach Sturms 1:0-Sieg: Riesenkrach um Altach-Spieler

Sport

Der aufgrund der zweiten Hälfte nicht unverdiente 1:0-Heimerfolg von Sturm Graz über Altach wird wohl eher nicht in die ewigen Jagdgründe der Bundesliga-Geschichte eingehen. Wohl aber das Vor- und vor allem das Nachspiel. Es geht um die Causa Yann Massombo. Der Altach-Spieler hatte am Freitag nach absolviertem Abschlusstraining die Fahrt nach Graz verweigert. Nach der Partie übten die Altacher scharfe Kritik. 

Vor allem Trainer Ognjen Zaric ging mit einem Sturm-Angestellten hart ins Gericht, ohne ihn namentlich zu nennen. Gemeint war natürlich sein Vorgänger bei den Vorarlbergern und heutigen Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch, was jedem klar war. „Für mich ist Respekt sehr, sehr wichtig. Wenn ich dann aber von der Mannschaft höre, dass ein Trainer im Beisein auch von weiteren Spielern diesen Spieler kontaktiert, einen Tag vor dem Spiel, dann vertritt das nicht meine Wertvorstellung. Ich finde das ganz, ganz schlecht.“

Der Altach-Coach stellte aber auch klar, dass sich sein Ärger nicht gegen den Verein Sturm Graz richte, „aber von einer Einzelperson finde ich das gar nicht gut“.

Ingolitsch hat also, und davon gibt es auch einen Zeugen (einen Teamkollegen), Massombo kontaktiert. Und leugnete es am Samstagabend auch gar nicht. „Ich habe mit sehr vielen Spielern zwecks eines möglichen Transfers gesprochen.“ 

Auf die Frage, warum man mit dem Altach-Kicker nicht erst nach dem Match geredet habe, antwortete der Sturm-Coach: „Ich finde, dass ein ganz normaler Prozess abgelaufen ist, wie es immer ist. Man kann sich natürlich ins Gesicht lügen, dass man sagt, dass Vereine nicht mit Spielern sprechen. Ich glaube, dass kein Transfer dieser Welt zustande kommen wird, wenn ein Spieler nicht mit einem Trainer spricht.“ Er selbst stehe den Altachern aber jederzeit für Gespräche zur Verfügung.

  Eishockey-Eklat: „Unter dieser Führung werden wir nicht mehr für Österreich spielen“

Damit ist die Sache freilich nicht aus der Welt. „Ich hoffe, dass angeschaut wird, was da wirklich passiert ist. Wir leben in einem Rechtsstaat und man muss dem nachgehen“, sagt Zaric, der den ÖFB auffordert, sich einzuschalten. „Es gibt eine ÖFB-Rechtspflegeordnung“, so Zaric. 

Ingolitsch droht eine Strafe. So darf ein Verein einen Spieler nur dann direkt kontaktieren und Verhandlungen aufnehmen, wenn der bestehende Vertrag des Spielers mit seinem aktuellen Klub noch weniger als sechs Monate läuft. Massombos Kontrakt läuft bis Saisonende, also noch fast ein Jahr. Allerdings müsste man Ingolitsch auch beweisen, dass er wegen eines Wechsels anrief.  

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.