Buchverfilmungen: Austen, Homer, Hoover – was soll man vorher lesen?

Kultur

Kult nicht nur für die Jugend

„Die Tribute von Panem – Sunrise on the Reaping“ ist ein Prequel der erfolgreichen Filmserie mit Jennifer Lawrence. Es geht auch hier um die Hunger Games,  eine Art moderne Gladiatorenspiele. Im Mittelpunkt steht aber der spätere Mentor von Katniss Everdeen, Haymitch Abernathy (ab  20. November im Kino).
Vorher lesen, ja oder nein?
Ja, denn Suzanne Collins’ apokalyptische Romanreihe war die Vorhut des Siegeszugs des Young-Adult-Genres – und viele wiederkehrende  Motive finden sich schon hier.

Eine Geschichte der USA

Ein Buch zu verfilmen, dessen Verfilmung so ikonisch ist, dass sie sogar – in Form von James Dean –  das Buchcover nach wie vor illustriert, ist schon ein Wagnis. Das kann man sich nur als Enkelin des damaligen Regisseurs Elia Kazan trauen: Zoe Kazan schreibt das Drehbuch für die Miniserie „Jenseits von Eden“ auf Netflix (Start Mitte 2026).
Vorher lesen, ja oder nein?
Natürlich, John Steinbecks Klassiker, ein üppiges Generationenpanorama im Spiegel der Geschichte der USA, kann  derzeit kaum aktuellere Lektüre sein.

Von Löwen, Hexen und Kleiderschränken 

Auch die „Narnia“-Buchreihe von C.S. Lewis wird nicht zum ersten Mal verfilmt. Aber mit Greta Gerwig als Drehbuchautorin und Regisseurin, die aus der pinken Puppe „Barbie“ einen humorvoll-feministischen Film konstruiert hat, sind die Erwartungen sehr hoch (26. November im Kino).
Vorher lesen, ja oder nein?
Wer will nicht manchmal durch den Kleiderkasten in eine andere Welt entkommen, also ja.

Nachwehen eines Jubiläums

Eigentlich war 2025 der 250. Geburtstag von Jane Austen. Aber da ist offenbar nicht alles rechtzeitig fertig geworden. Heuer kommt noch eine Filmversion von „Sinn und Sinnlichkeit“ (September) und auch im Herbst eine Netflix-Serie zu „Stolz und Vorurteil“.
Vorher lesen, ja oder nein?
Erfahrungsgemäß lesen nach Austen-Adaptionen immer alle Austen, also kann man da durchaus vorpreschen. 

  Die Torakrone in der Truhe und das Toraschild aus Erlach

Wie Alice, nur aufwärts statt abwärts 

In Enid Blytons  fast vergessenen  „Der Wunderweltenbaum“ klettern drei Kinder regelmäßig, um allerlei Abenteuer mit Elfen und Gnomen zu erleben. Die Verfilmung mit  Andrew Garfield und Claire Foy kommt am 30. Mai ins Kino.
Vorher lesen, ja oder nein?
Unbedingt ja, dieses fantasievolle, nostalgische, aber nicht altmodische  Märchen sollten auch heutige Kinder kennenlernen.

Lektüre mit langer Vorlaufzeit

Wochenlang stand „Lázár“, der Roman des 22-jährigen  Schriftstellers Nelio Biedermann zuletzt als Literatursensation auf den Bestsellerlisten. Die Filmrechte hat sich Tom Tykwer („Babylon Berlin“) gesichert – nicht für heuer, trotzdem spannend.
Vorher lesen, ja oder nein?
 Ein Familienepos in altertümelnder Sprache und mit viel Sex – ein Film wird  nie alles einfangen können, daher: Ja.

Zwei Autorinnen sind eine zu viel 

Eine Thriller-Schriftstellerin kann ihren Roman nach einem mysteriösen Unfall nicht beenden. Eine junge Ghostwriterin soll helfen, die zieht auch gleich ins Haus der Familie ein. Anne Hathaway und Dakota Fanning spielen in der Filmversion von Colleen Hoovers „Verity“, die im Oktober ins Kino kommen soll.
Vorher lesen, ja oder nein?
Nein, zweimal dieselbe unausgegorene, verkrampfte Story muss man sich nicht antun.  

Kleine Revolte im Groß-Aquarium 

Die Doku „Mein Lehrer, der Krake“ war für Netflix ein tränenreicher Hit, es ist also kein Wunder, dass sich der Streamer noch weiteren emotionalen Oktopus-Content gesichert hat. Am 8. Mai startet die Verfilmung des bestsellers „Das Glück hat acht Arme“ von Shelby van Pelt unter dem Originaltitel „Remarkably Bright Creatures“ …read more

Source:: Kurier.at – Kultur

  Lorenzo Viotti dirigiert Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker

      

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