Berühmte Wien-Ansicht: Die Wahrheit über den Canalettoblick

Wirtschaft

Der Blick auf Wien vom Belvedere aus ist wahrscheinlich die bekannteste Ansicht der österreichischen Hauptstadt. Berühmt geworden durch das Gemälde Bernardo Bellottos aus dem Jahr 1760. Im 18. Jahrhundert wurden gemalte Stadtansichten (italienisch Vedute: „Ansichten“) zu begehrten Souvenirs. Insbesondere junge britische Aristokraten erwarben solche Bilder auf ihrer Bildungsreise durch Europa als Zeichen ihrer neu gewonnenen Weltgewandtheit. Zwei der bedeutendsten Vertreter der Vedutenmalerei stehen im Zentrum der neuen Ausstellung des Kunsthistorischen Museums: die Venezianer Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto (1697–1768), und sein Neffe und Schüler Bernardo Bellotto (1721–1780) .

Der Name „Canaletto“ ist beinahe ein Synonym der Bildform „Vedute“ und sorgt nicht selten für Verwirrung, denn auch Bernardo Bellotto fügte seiner Signatur in einigen Werken „genannt Canaletto“ hinzu. Daher ist auch sein Werk „Wien vom Belvedere aus gesehen“ als „Canalettoblick“ bekannt. Durch die jahrelangen Debatten um den geplanten Bau eines Hochhauses am Heumarkt wurde der Stellenwert dieser Ansicht wieder deutlich.

Bellotto tat dies nicht nur, um die künstlerische Verbindung zu seinem berühmten Verwandten zu unterstreichen, sondern auch zur Steigerung seines eigenen Marktwertes. In der Ausstellung wird jedoch nur sein Onkel als „Canaletto“ bezeichnet.

Wiener Ansichten 

Ein Schwerpunkt liegt auf Bellottos zweijährigem Wien-Aufenthalt, einer äußerst produktiven Schaffensperiode. Seine großformatigen Ansichten der Wiener Innenstadt und der umliegenden Schlösser aus dem Bestand des Kunsthistorischen Museums wurden speziell für die Ausstellung gereinigt. Ergänzt werden die Wien-Ansichten durch bedeutende Leihgaben aus dem Besitz der Fürsten von Liechtenstein.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

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