Israels Militär: 15- und 19-Jährigen erschossen

Politik

Bei neuer Gewalt im besetzten Westjordanland haben israelische Soldaten palästinensischen Angaben zufolge zwei junge Palästinenser erschossen. Die beiden Todesopfer seien 15 und 19 Jahre alt gewesen, meldete die amtliche palästinensische Nachrichtenagentur WAFA am Montag. Ein anderer 15-Jähriger wurde den Angaben zufolge verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Das israelische Militär teilte mit, Soldaten hätten auf drei Personen geschossen, die mit Brandsätzen und brennenden Reifen eine jüdische Siedlung attackiert hätten. Zwei Angreifer seien getötet, ein dritter verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich laut den Angaben in einer Gegend nördlich von Hebron.

Siedlungen als Haupthindernis für Friedenslösung

Die Vereinten Nationen und die meisten Staaten betrachten die israelischen Siedlungen als völkerrechtswidrig sowie als Haupthindernis für eine Friedenslösung in Nahost und eine palästinensische Staatsgründung. Israel verweist auf eine historische und biblische Verbindung mit der Region. Angriffe israelischer Siedler auf Palästinenser und deren Dörfer nahmen zuletzt deutlich zu.

UNO-Daten zufolge wurden seit Jahresbeginn bei Vorfällen mit Siedlern und dem Militär mindestens 57 Palästinenser getötet. Palästinenser verüben ihrerseits immer wieder Angriffe auf israelische Soldaten und Siedler im Westjordanland. Dem israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet zufolge verlief 2026 mindestens einer dieser Angriffe tödlich.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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