Wie viel Geld Toni Polster verloren hat und warum er trotzdem lacht

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Als Teamkollege von Toni Polster hatte Luis de la Fuentes in Sevilla um 51 Tore weniger als der dort mit 55 Bummerln (1988 – ’91) zum Fanliebling gewordene Wiener erzielt. Aktuell wird de la Fuentes (Polster: „Ein guter Linksfuß. Hatte aber kein Stammleiberl“) als Weltmeistermacher verehrt.

Mit Julen Lopetegui durfte auch ein späterer, jetzt in Katar Millionen kassierender Real-Trainer mit Polster in einer Elf spielen. Ihm war konträr zu Polster (14 Bummerln in nur 38 Spielen) bei Logrones gar nie ein Torerfolg vergönnt.

Gibt es Polster noch als Trainer?

Was aber wurde aus der Trainerkarriere von Polster? Dessen einzigartige Klubtreue („I war fast 15 Jahr bei Viktoria“) empfand er zuletzt schon unbedankt. Er trat zurück beim Wiener Drittligisten, der jetzt in der Saison eins nach Polster noch ohne Liga-Punkte dasteht.

Reizt Polster, 62, der Trainerjob überhaupt noch? „Ja. Aber nur, wenn’s Aussicht auf einen kontinuierlichen Aufbau gibt. Ich will nimmer jedes Jahr an Existenzkampf miterleben.“

Seine eigene Existenz scheint nicht gefährdet. Obwohl, wie er gesteht, „mein als Altersvorsorge gedachtes Geld weg ist“. Verloren. Weil er seinem Manager Skender Fani, dem er lukrative Auslandstransfers zu verdanken hatte, zu sehr vertraute. Noch in der ersten Reaktion auf Fanis Tod wurde Toni emotional: „Er war wie ein zweiter Vater zu mir.“

Verspekuliert

Der elegante Anwalt hatte Polster in ein Geschäftsmodell miteingebunden. Und sich – vornehm formuliert – verspekuliert. Polster: „Nie hat er mir gesagt, dass er Krebs hat. Nie, dass es finanzielle Probleme gibt.“ Im Fall vom Gläubiger Polster bedeuten die, „dass ich um 700.000 umg’fallen bin“.

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Als auf der Gerüchtebörse über ähnlich hohe Beträge gemunkelt wurde, meinte Herbert Prohaska in Anspielung auf Polsters Sparsamkeit noch scherzend: „Unmöglich. Normal fallt der Toni schon bei 150.000 in Ohnmacht.“

Toni wird dem Schneckerl net böse sein ob dessen Wiener Fußballerschmähs. Schließlich lebt er zurzeit ja selbst ein bissel davon. Öffentliche Abende, in denen sich Polster und Andreas Herzog mit Selbstironie unterhaltsam duellieren, waren ausverkauft. „A schönes G’fühl war’s. Als zuletzt bis zu 1.600 Leute gekommen sind.“ Nachsatz: „Trotz Herzog.“

In Wahrheit ist der Toni ein bissel stolz auf seinen demnächst auch schon 58 Jahre alt werdenden „Andi-Buam“. „Richtig gut macht er das als Fußball-Analytiker im Fernsehen.“ Mit dieser Meinung steht Polster nicht allein da.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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