Halbfinale auf Augenhöhe: Frankreich und Spanien im Vergleich

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Der 14. Juli ist der französische Nationalfeiertag. Und zur Feier des Tages trifft Frankreich im WM-Halbfinale auf Spanien. Für viele ist es das Duell der derzeit besten zwei Mannschaften – das vorweggenommene Finale.

Gut möglich, dass heute in Dallas der künftige Weltmeister auf dem Platz steht (21 Uhr/ORF 1 live). Einen echten Favoriten gibt in diesem Spiel nicht. Zu viel passiert bei den zwei Fußball-Großmächten auf Augenhöhe.

Die Trainer: Deschamps vs. De la Fuente

Für Didier Deschamps ist das Halbfinale auf jeden Fall das vorletzte Spiel als französischer Teamchef. Nach der WM ist Schluss. Er hat Frankreich 2018 zum WM-Titel geführt, 2021 gewann er die Nations League. Bei dieser WM musste der 57-Jährige schon einen Schicksalsschlag verkraften, reiste nach dem Tod seiner Mutter kurzfristig sogar ab. Er hat es geschafft, aus herausragenden Einzelkönnern eine Top-Mannschaft zu formen. „Ich bin stolz, dieses Team zu haben“, sagt er, „alle kämpfen für die Gruppe.“

Erst seit 2022 im Amt ist Luis de la Fuente. Auch er hat mit Spanien schon einmal die Nations League gewonnen, wurde zuletzt auch Europameister. Der 65-Jährige gilt als Vaterfigur für viele der Spieler. Mit einigen von ihnen wurde er 2019 schon U-21-Europameister (Olmo, Merino, Ruiz, Oyarzabal). „Wir sind eine Familie“, betont der Coach immer wieder stolz.

Die Superstars: Mbappe vs. Yamal

Unfair mutet es an, würde man das Duell lediglich auf die zwei Superstars herunterbrechen. Und dennoch stehen Frankreichs Kylian Mbappe und bei Spanien Lamine Yamal im Fokus, weil sie dem Spiel Geniales verleihen.

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Mbappe hat bei dieser WM klar die Nase vorne, hält bei mittlerweile acht Volltreffern, während sich Yamal Schritt für Schritt ins Turnier dribbelte. Auf Streiche dieser Genies darf man sich jedenfalls freuen.

Die Tormänner: Maignan vs. Simon

Sie sind nicht spektakulär, keine Welttorhüter wie vielleicht früher Neuer und Courtois, doch beide werden in ihren Ländern als unumstrittene Nummer 1 angesehen.

Mike Maignan ist für Frankreich ebenso ein Rückhalt wie Unai Simon für Spanien. Beide haben während dieses Turniers erst einmal hinter sich greifen müssen, nicht zuletzt auch, weil sie eine aufmerksame und starke Defensive vor sich wissen.

Der 29-jährige Simon von Athletic Bilbao verfügt über eine sehr gute Technik, gilt somit als spielerisch starker Tormann, der allerdings ob des Risikos, das er nimmt, immer wieder für einen Lapsus gut ist. Umgekehrt hält er damit seine Vorderleute auch stets auf Trab. 649 WM-Minuten in Folge blieb er ohne Gegentor – und brach damit den Rekord von Italiens Legende Walter Zenga.

Sein Geheimnis? „Ich habe die Fähigkeit, dass ich unter Druck ruhig und gelassen bleibe. Das ist wahrscheinlich angeboren, trainieren kann man das nicht.“

Der 31-jährige Maignan von AC Milan agiert im modernen System wie ein zusätzlicher Feldspieler. Er bleibt unter starkem gegnerischen Pressing ruhig, seine Passgenauigkeit liegt regelmäßig über 80 Prozent laut Statistik. Diese bescheinigt ihm auch eine hervorragende Qualität als Elfmeter-Killer. Vielleicht nicht ganz unwichtig in einem WM-Halbfinale.

Die Ersatzbänke: Spanien hat den Superjoker

Es ist unglaublich, welche Spieler bei den beiden Teams von der Bank kommen. Bei Frankreich war Real Madrids Aurelien Tchouameni zuletzt nur Zuschauer. Rayan Cherki von ManCity kam bei der WM über Kurzeinsätze nicht hinaus. …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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