Peter Schröcksnadel wird 85: „Ich wäre damals fast gestorben“

Sport

„Trink’ des, dann bisch a anderer Mensch und bleibsch fit!“ Peter Schröcksnadel stellt sich mit einem kleinen Präsent zum Geburtstagsinterview ein. 

Eine Großpackung Super Performance, der isotonische Vital- und Sportdrink, auf den der langjährige ÖSV-Präsident schwört. „Jeden Tag ein Glasl und du wirsch um zwoa Prozent besser.“

„Mateschitz bin ich keiner“

Als das Lieblingsgetränk vor einigen Jahren plötzlich nicht mehr am Markt war, machte Peter Schröcksnadel Geld flüssig und ist nun auch Getränkeproduzent.

 „Ein Mateschitz bin ich keiner, aber wer weiß: Vielleicht wird das mal groß“, erklärt der Multiunternehmer, der am Donnerstag (30. Juli) 85 wird und den Geburtstag wie immer in seinem Blockhaus in Kanada feiert. Vor der Abreise traf ihn der KURIER in Kössen.

Warum gibt’s keine große Geburtstagsfeier?

Erstens mag ich keine Feiern, zweitens: Was kann ich dafür, dass ich Geburtstag habe?

Wie kann man sich dann Ihren Geburtstag vorstellen?

Mein Sohn kommt nach Kanada, das freut mich – und viel mehr mache ich nicht. Ich werde vielleicht fischen gehen und dann irgendwann die ganzen Nachrichten beantworten. Normalerweise kriege ich schon einige hunderte SMS und es gehört sich natürlich, dass man dann antwortet. Wobei: So bekannt bin ich eh nimmer.

Warum Kanada? Was bedeutet Kanada für Sie?

Kanada war immer mein Jugendtraum. Für einen Fischer wie mich ist British Columbia ein Paradies. Dort ist noch Freiheit, die Politik ist weit weg, ich verbringe sicher zwei Monate im Jahr dort.

Und was machen Sie dann dort den ganzen Tag? 

  Welcher Bundesliga-Goliath stolpert heuer im Cup gegen einen David?

Ich bin direkt am See und habe ein Motorboot. Das ist ein Leben ohne Stress. Wenn ich wirklich fischen will, dann fahre ich in den Norden, wo es die Steelhead gibt, die Stahlkopfforelle. Das ist die Königsdisziplin, es gibt Fischer, die fangen im ganzen Leben vielleicht zwei, drei Exemplare.

Und Sie? 

Es waren viele. Aber ich bin ja auch schon älter und kenn’ mich richtig gut aus damit. Ich weiß, wo man diesen Fisch findet und wie man ihn angelt. Das ist nicht ohne, du bewegst dich da ja mitten in der Wildnis.

Eben. Haben Sie denn keine Angst vor Grizzlies? 

Man muss schon aufpassen. Da wo ich bin, gibt“s viele Bären, wir sind uns schon öfters begegnet.

Was macht man dann? Flach auf den Boden legen, wie es immer heißt? 

Na, na. Du musst in der Situation halt ruhig bleiben. Ich bin beim Fischen immer bewaffnet, zum Glück habe ich noch nie schießen müssen.

Sie gehen ja schon fast als halber Kanadier durch: Was haben Sie sich gedacht, als Donald Trump erklärt hat, Kanada soll der 51. Bundesstaat der USA werden?

Was für ein Blödsinn. Dagegen werden sich die Kanadier extrem wehren, das ist überhaupt nicht gut angekommen. Ich behaupte sogar: Donald Trump ist in Kanada inzwischen ein Feindbild.

Themenwechsel: Wie aktiv sind Sie noch in ihren Unternehmen? 

Mein Sohn Markus ist heute in fast allen Betrieben Geschäftsführer. Ich bin der Aufsichtsratsvorsitzende und weiß natürlich über alles Bescheid, was passiert. Wir haben im Moment einige spannende KI-Projekte am Laufen. Da sind wir voll drin.

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Was halten Sie von der KI? 

Unglaublich, was sich in diesem Bereich getan hat. Man muss die KI nutzen, aber gescheiter als wir Menschen sollte sie halt auch …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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