Bittere Pleite eines bekannten italienischen Restaurants

Wirtschaft

„Ausgezeichnetes Essen, toller Service, echte italienische Produkte wie Weine, Käse und Pasta, unglaubliche Atmosphäre. Fantastisches Restaurant“, so Bewertungen auf Tripadvisor. „Tolle Erfahrung – sehr schön, entspannend und romantisch. Wir gingen, wenn wir im nahe gelegenen Hotel Imperial übernachten und es war die beste Mahlzeit unseres Wien-Aufenthalts. Das Brot war das Beste, was ich je hatte!“

Die Radici GmbH hat laut Creditreform die Eröffnung bzw. Durchführung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung am Handelsgericht Wien beantragt. Sie betreibt ein Gastronomie- und Enogastronomieunternehmen am Standort Ungargasse 53 in Wien-Landstraße. „Das Lokal wurde Anfang des Jahres 2025 übernommen, wobei die Übernahme zu günstigen Konditionen erfolgte“, heißt es im Insolvenzantrag. Vier Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen.

Die Insolvenzursachen

„Die bestehenden Verbindlichkeiten resultieren überwiegend aus einem verlorenen Arbeitsgerichtsprozess, der den Neustart des Unternehmens erheblich erschwerte. In weiterer Folge kam es zu laufenden Rückständen, insbesondere gegenüber dem Finanzamt und der Sozialversicherung“, heißt es im Antrag weiters. „Diese Rückstände sind darauf zurückzuführen, dass die für die Übernahme erforderliche Kaution vorfinanziert werden musste und zudem die Sozialversicherungszahlungen im Zusammenhang mit dem arbeitsgerichtlichen Verfahren entrichtet wurden. Dadurch konnten andere Verbindlichkeiten zunächst nicht beglichen werden.“

Die Schulden

Die Verbindlichkeiten werden mit 88.500 Euro beziffert.

Die Sanierung

Das Gastro-Unternehmen bietet seinen Gläubigern einen Sanierungsplan mit 40 Prozent Quote an. „Die Voraussetzungen für eine Eigenverwaltung sind erfüllt. Die Geschäftsführung ist in der Lage, die Geschäfte unter Aufsicht des Sanierungsverwalters ordnungsgemäß fortzuführen und die Interessen der Gläubiger zu wahren“, heißt es weiters.

Anscheinend soll der Sanierungsplan aus den laufenden Einnahmen finanziert werden. So besteht eine konkrete Catering- und Eventpipeline mit geplanten Umsätzen von rund 91.500 bis 95.500 Euro. „Nach Angaben der Geschäftsführung sind die angeführten Projekte fix zugesagt. Die Pipeline ist ein zentraler Baustein für die Fortführungsprognose und die Erfüllbarkeit der Quote.“

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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