
Lange hat die Suche gedauert. Am Freitag beschloss der Präsidial- und Nominierungsausschuss des OMV-Aufsichtsrates, dem Plenum Emma Delaney zur Bestellung zur Vorstandsvorsitzenden und CEO zu empfehlen. Stark anzunehmen, dass der Gesamt-Aufsichtsrat sich an die Empfehlung halten wird. Damit gelangt erstmals eine Frau an die Spitze von Österreichs größtem Industrieunternehmen.
Emma Delaney, eine irische Staatsbürgerin, sei eine ausgewiesene Energie-Expertin, langjähriges Mitglied des Top-Managements von bp und verfüge über drei Jahrzehnte einschlägige Berufserfahrung. In ihrer derzeitigen Funktion als Bereichsvorstand von einem der drei weltweit agierenden Geschäftsbereiche von bp leitet sie eine Organisation mit mehr als 50.000 Mitarbeitenden in etwa 50 Ländern und ist unter anderem verantwortlich für die Bereiche Kraftstoffe und Biokraftstoffe, die Industrie- und Fahrzeugschmierstoffherstellung, sowie Luftfahrkraftstoffe und E-Mobilität, begründet der Ausschuss die Entscheidung. Emma Delaney bringe profunde Kenntnisse im Up- und Downstream sowie LNG-Geschäft mit. Mit diesen Erfahrungen sei sie aus dem internationalen Suchprozess als die bestgeeignete Kandidatin hervorgegangen.
Delaney soll auf drei Jahre bestellt werden mit einer Verlängerungsmöglichkeit auf zwei Jahre. Die Top-Managerin spricht fließend Deutsch. Kenntnisse der deutschen Sprache waren Bedingung.
Noch-OMV-Chef Alfred Stern hatte bereits im Mai 2025 bekannt gegeben, dass er seinen mit Ende August 2026 auslaufenden Vertrag nicht mehr verlängern möchte. Als Headhunter für die Nachfolge-Suche wurde Heidrick & Struggles beauftragt.
Während die OMV in ihrem Konzernvorstand in den vergangenen Jahren weniger Glück mit Frauen hatte, steht eine Top-Managerin schon länger an der Spitze der wichtigsten Tochter-Gesellschaft. Die Schottin Christina Verchere leitet OMV-Petrom und stellt gerade das größte Gasförderprojekt Europa im Schwarzen Meer auf.
Der Aufsichtsrat soll in seiner nächsten Sitzung auch über eine zweijährige Verlängerung von Finanzvorstand Reinhard Florey entscheiden.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



