Paketabgabe: WKÖ-Kritik vor Begutachtungsende

Wirtschaft

Einen Tag vor dem Ende der parlamentarischen Begutachtungsfrist zur geplanten Paketsteuer ruft die Vertretung des Versand- und Internethandels in der Wirtschaftskammer (WKÖ) die eigenen Reihen zu einem geschlossenen Auftreten gegen das Vorhaben auf. Der Handel dürfe sich „nicht auseinanderdividieren lassen“, fordert Berufsgruppensprecher Alexander Smuk in einer Aussendung. Er warnt davor, eine Diskussion „Onlinehandel versus stationärer Handel“ zu führen.

„Kaum ein Unternehmen“ agiere noch ausschließlich über nur einen Vertriebskanal. „Vom kleinen Fachgeschäft bis zum mittelständischen Handelsbetrieb gehören Webshop und digitale Präsenz längst zum unternehmerischen Alltag“, so Smuk. Das Argument, dass die Paketsteuer den stationären Handel schützen könne, weist er zurück. „Wer den heimischen Handel stärken will, darf keine Maßnahmen setzen, die dessen Kosten weiter erhöhen.“

Auch Befürworter im Handel

Durch die Paketabgabe soll die Mehrwertsteuersenkung auf ausgewählte Grundnahrungsmittel ab 1. Juli zum Teil gegenfinanziert werden. Die Steuer soll 2 Euro pro Sendung betragen, ab Oktober in Kraft treten und für große Onlinehändler mit einem Jahresumsatz von mehr als 100 Mio. Euro gelten. Allerdings wird die Abgabe auch eingehoben, wenn ein kleiner Händler über eine entsprechend große Plattform – z.B. Amazon oder Ebay – Waren vertreibt.

Die von der ÖVP-SPÖ-NEOS-Koalition geplante Maßnahmen stößt auf viel Kritik. Allerdings gibt es auch Branchen aus dem Handelsbereich, die der Paketabgabe durchaus etwas abgewinnen können. Sowohl Vertreter der Shoppingcenter-Besitzer als auch von Buchhändlern äußerten sich in den vergangenen Tagen zum Teil positiv zur Abgabe.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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