Industriesubventionen erreichen höchsten Stand seit 2009

Wirtschaft

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sammelt Daten über Subventionen der 525 weltweit größten Industrieunternehmen in einer Datenbank. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass den Unternehmen im Verhältnis zu ihren Umsatzerlösen derzeit finanziell so stark unter die Arme gegriffen wird, wie seit der weltweiten Finanzkrise 2008 bis 2009 nicht mehr.

Firmen erhielten 108 Milliarden Dollar Förderungen

1,3 Prozent der Umsatzerlöse der Unternehmen gingen im Jahr 2024 auf Subventionen zurück. Diese beliefen sich damit auf 108 Milliarden US-Dollar. Besonders stark öffentlich gefördert wurden in der Vergangenheit Unternehmen aus China. Zwischen 2005 und 2024 erhielten sie im Schnitt eine drei- bis achtmal stärkere Unterstützung von staatlicher Seite als in den OECD-Ländern ansässige Unternehmen.

Große Marktanteilsgewinne durch Subventionen erzielt

Weltweit können 22 Prozent der Marktanteilsgewinne von Unternehmen, die in den letzten 20 Jahren expandiert haben, durch Subventionen erklärt werden. Bei chinesischen Unternehmen sind es 60 Prozent.

„Umfangreiche und anhaltende Industriesubventionen können globale Märkte verzerren, unfaire Wettbewerbsvorteile schaffen und auf der Angebotsseite zu Überkapazitäten beitragen“, kritisiert OECD-Generalsekretär Mathias Cormann.

Erneuerbare, Halbleiter und Schwerindustrie obenauf

Zu den am stärksten subventionierten Sektoren, die in der MAGIC-Datenbank der OECD erfasst sind, gehören Erneuerbare-Energie-Anlagen, Halbleiter und Schwerindustrie. Gefördert wurden hier etwa die Herstellung von Photovoltaik-Modulen, Halbleitern, Aluminium, Stahl und Schiffbau.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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