
Der WM-Start ist absolviert und das positiv. Österreich besiegte Jordanien in Santa Clara mit 3:1 und steht nach dem ersten Spieltag mit drei Punkten da. Vieles war so wie angenommen, manches besser, manches weniger gut als erwartet. Die fünf Erkenntnisse aus dem Sieg:
Rangnick, der Konservative
Mit der Aufstellung von Österreichs Elf, die in etwa 75 Minuten vor Spielbeginn bekannt wurde, war klar, was sich nach den Aussagen des Teamchefs im Vorfeld des Spiels abgezeichnet hatte. Ralf Rangnick setzte zum Großteil auf seine eingespielte Elf und bewährte Kräfte und damit auf jene Spieler, die seiner Ansicht nach den bewährten Spielstil mit viel Pressing und Gegenpressing am besten umsetzen können.
Nur auf zwei Positionen änderte der Deutsche die Startelf gegenüber dem letzten WM-Test am 1. Juni in Wien gegen Tunesien. Sasa Kalajdzic begann im Sturm anstelle von Marko Arnautovic und Phillipp Mwene kam anstelle von Michael Gregoritsch in die Startelf. Natürlich aber nicht auf dessen Position, sondern wie gewohnt als linker Verteidiger. Konrad Laimer rückte stattdessen auf die Zehnerposition nach vorne und war meist ganz weit vorne zu sehen, weil er beim Anlaufen des Gegners wohl der Beste ist.
Daran, dass Rangnick nicht viel rotiert, wird sich während der WM auch nicht allzu viel ändern. Gerade gegen Argentinien und Algerien wird es in den nächsten beiden Partien wieder um die Rangnickschen Tugenden im Spiel gegen den Ball gehen.
Der Gegner wurde top analysiert
Der Charakter der Partie war genau so, wie es der Teamchef im Vorfeld vorhergesagt hatte und auch der Gegner spielte genau so, wie er von Rangnick beschrieben wurde. Österreich musste ein sehr kompaktes Team aus dem Nahen Osten mit viel Aufwand knacken. Die höhere Klasse des ÖFB-Teams setzte sich am Ende auch nur durch, weil dieser Aufwand tatsächlich betrieben wurde.
Jordanien war wie erwartet extrem gefährlich über ihre Konter, die oft mit hohen Bällen eingeleitet wurden. Da reichte es ab und an, wenn man eine Spur zu weit weg war vom Gegenspieler wie etwa einmal Phillipp Mwene gegen Al-Fakhouri (17.). „Jordanien war über weite Strecken richtig gut. So mutig, wie sie gespielt haben, hat das meine Erwartungen an sie sogar noch übertroffen“, sagte Rangnick. Fest steht: Auf die Analysen des Trainerteams kann man sich verlassen.
Trinkpausen haben einen Einfluss
Im Vorfeld der Partie hatte sich Rangnick über die neuen „Cooling breaks“ nach etwa 22 Minuten noch gefreut, weil er als Trainer auf die Spieler einwirken könne, die sonst während des Spiels für ihn verbal schwer zu erreichen wären. Gegen Jordanien hätte man sich die erste Trinkpause aber gut und gerne sparen können, weil sie die Österreicher außer Tritt brachte.
Die zweite Trinkpause wiederum konnte von den Österreichern positiv genutzt werden, weil man danach so gut wie nichts mehr zugelassen hat. In Summe sollten diese Unterbrechungen eher den Österreichern helfen, die meist einen höheren läuferischen Aufwand betreiben, als ihre Gegner.
Österreich hat einen super Kader
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Source:: Kurier.at – Sport



