Manndecker für Messi? Warum das für Österreich keinen Sinn macht

Sport

Seit fast zwei Jahrzehnten stellen sich Trainer, Spieler, Mannschaft ein- und dieselbe Frage: Wie bekommt man Lionel Messi in den Griff? Die kurze Antwort: Gar nicht über ein ganzes Spiel gesehen. Aber man kann die Wahrscheinlichkeit reduzieren, dass der argentinische Superstar seine Kreativität entfaltet. Weil das nur im Kollektiv möglich ist, macht Manndeckung keinen Sinn.

„Wenn er einen freien Fuß hat und 25 Meter vor dem Tor ist, dann ist es bei ihm wie ein Elfmeter“, sagt beispielsweise Stefan Oesen, Co-Trainer von Teamchef Ralf Rangnick. Noch während der Gegner am Ball ist, würde der Superstar den perfekten Raum suchen, um dann dort nach Ballgewinn seiner Mitspieler ebendort anspielbar zu sein.  

Und genau dieses Verhalten macht es seinen Gegenspielern schwierig, mutig in die Offensive zu agieren, weil man stets im Hinterkopf behalten musst: verliert man den Ball, ist Messi schon in einer guten Position und schwer einzufangen. Weil er sich nicht nur schlau, sondern auch extrem variabel bewegt.

Österreich müsse daher im jeweiligen Raum nah dran sein am Superstar, stets mit dem Rücken zum Tor und, wenn möglich, in Überzahl. Weil dann der erste Spieler auch mutiger und mit mehr Risiko in den Zweikampf gehen kann, wohl wissend, dass dahinter ein Kollege wartet und abdeckt.

In der „roten Zone“ vor dem eigenen Tor sollte Messi nicht frei zum Schuss kommen. Hatten sich die Algerier wohl auch gedacht …

Wie stoppt man Argentinien?

Man hat die komfortable Situation, dass man gegen den amtierenden Weltmeister spielt. Oesen erinnert sich: „Es ist viel zu gewinnen. Man hat schon bei der EURO 2024 gegen Frankreich und die Niederlande gesehen, dass unsere Spielanlage nicht schlecht war.“

  Rangnick-Assistent: "Bei Ralf musst du deine Meinung erklären können“

Ähnlich möchte man gegen Messi und Mitspieler auftreten. Österreich liegt es, wenn es Räume und Umschaltmöglichkeiten gibt. Darüber definiert sich das Team von Rangnick.

Diesmal trifft Österreich auf eine Vierer-Abwehr und nicht auf eine Fünfer-Kette. Ein Unterschied, unabhängig von der Leistungsklasse des Gegners. Österreich wird anders attackieren müssen, weil Argentinien im Unterschied zu Jordanien, das viel über die Flanken agierte, auch perfekt durch das Zentrum spielen kann.

Das Auftaktspiel gegen Algerien verdeutlichte dies. Die Afrikaner wollten das Zentrum zustellen, wurden durch perfekte Pässe in die Tiefe immer wieder ausgehebelt. Und Messi hatte seine helle Freude.

Österreichs Fahrplan: Das Zentrum muss aufmerksam und dicht sein, denn diesmal werden sich nach Ballgewinnen mehr Räume ergeben.

…read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

(Visited 1 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.