Bittere Pleite eines bekannten italienischen Restaurants

Wirtschaft

Burrata mit Kirschtomaten und Zucchhini, Pasta mit frischer Tomatensauce nach neapoletanischer Art, Florentiner Steak 1kg für 2 Personen mit Kartoffeln oder ein Tagesfisch mit Gemüse – die Küche in der „La Trattoria“ spielte alle italienischen Stücke.

Über das Vermögen der La Locanda GmbH, Betreiberin des Gastronomielokals „La Trattoria“ am Innsbrucker Sparkassenplatz, wurde am 22. Juni 2026 ein Insolvenzverfahren am Landesgericht Innsbruck eröffnet. Das Unternehmen hatte den Eigenantrag gestellt. Laut Firmencompass hatte der Betrieb 2025 16 Mitarbeiter.

„La vita è bella… leider nicht immer. Wir mussten unser Lokal schließen“, teilte das Lokal in einem Abschiedspost auf der Homepage mit. Man bedanke sich bei den treuen Gästen für die Unterstützung. Die La Locanda GmbH wurde erst im September 2020 ins Firmenbuch eingetragen.

Hohe Investitionen, fehlende Rentabilität

Geschäftsführer und Alleingesellschafter Werner Kleon begründete die Insolvenz gegenüber dem Gericht mit einer fehlenden wirtschaftlichen Tragfähigkeit in den vergangenen Jahren. Zum Start der unternehmerischen Tätigkeit seien zudem hohe Investitionen getätigt worden, die das Unternehmen belasteten.

In den vergangenen Monaten habe es Gespräche mit der finanzierenden Bank gegeben, so das Unternehmen. Eine verbindliche Einigung sei jedoch nicht zustande gekommen. 

Schulden und Vermögen

Details zur Höhe der Verbindlichkeiten oder zur Zahl der betroffenen Gläubiger wurden zunächst nicht bekannt. Laut Firmencompass erwirtschaftete das Unternehmen 2025 einen Bilanzverlust in Höhe von 309.700 Euro, das negative Eigenkapital betrug 272.300 Euro und die Verbindlichkeiten 465.900 Euro. Die Aktiva bestehen aus Sachanlagen in Höhe von 195.000 Euro.

Formale Schließung erwartet

Klaus Schaller vom KSV1870 geht aufgrund der Angaben im Insolvenzeröffnungsantrag davon aus, dass es zu einer formalen Schließung des Betriebes durch Beschluss des Insolvenzgerichts kommen wird. Gläubiger können ihre Forderungen bis 3. August 2026 anmelden.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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