
Eines ist wohl sicher. Bastian Schweinsteiger wird nicht mehr so schnell über die Körperlichkeit von afrikanischen Teams vor laufenden Kameras urteilen. Nach seinen Aussagen vor dem Spiel Deutschlands gegen die Elfenbeinküste am vergangenen Wochenende war der ehemalige deutsche Teamkapitän kritisiert worden, weil er vom „afrikanischen“ Fußball als „unorthodox“ und „wild“ gesprochen hat.
Nun hat der Trainer des Teams der Elfenbeinküste, Emerse Fae, die Äußerungen als „rassistisch“ bezeichnet. Er war in der Pressekonferenz nach dem 2:0 seiner Mannschaft gegen Curacao nach seiner Meinung zu Schweinsteigers Aussagen gefragt worden.
„Afrika besteht nicht nur aus Körperlichkeit“
Schweinsteiger hatte in der ARD erklärt, was die Deutschen gegen die Ivorer erwarte: „Ein bisschen afrikanischer Fußball, ein bisschen unorthodox, ein bisschen wild und vielleicht auch nicht ganz so stark von Taktik geprägt. Wir müssen darauf vorbereitet sein, dass das Spiel unberechenbar wird.“
Fae gefiel dies nicht. „Es ist immer noch etwas befremdlich, solche Kommentare zu hören – die, um es ganz offen zu sagen, rassistisch sind“, sagte der Teamchef. „Afrika besteht nicht nur aus Körperlichkeit. Dort gibt es auch sehr viel technische Qualität und ein hohes Maß an taktischem Können. Ich kann nur hoffen, dass seine Aussagen einfach ungeschickt formuliert waren und dass er das eigentlich nicht so gemeint hat.“
Source:: Kurier.at – Sport



