Triumph mit Überstunden: Noskova gewinnt ein dramatisches Finale

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Das erste tschechische Wimbledon-Endspiel endete mit einem Sieg von Linda Noskova. Die 21-Jährige besiegte in ihrem allerersten Major-Finale die routiniertere Karolina Muchova 6:2, 5:7 und 6:3. Noskova musste dabei Überstunden machen – sie führte auch im zweiten Satz bereits mit 5:2, fünf vergebene Matchbälle später stand es plötzlich 1:1 in Sätzen. Im dritten hielten aber die Nerven. Nach der Achterbahnfahrt lag sie überglücklich auf dem wichtisgten Tennis-Rasen der Welt. 

Der Sieg war dennoch etwas überraschend: Die 29-jährige Muchova war 2023 schon im French-Open-Endspiel gestanden und erreichte bei allen vier Slams zumindest schon das Viertelfinale, Noskova hatte zuvor nur ein Viertelfinale (Australian Open 2024) zu Buche stehen. Es war übrigens das erste Finale in Wimbledon zweier Landsfrauen seit 2009, damals besiegte Serena Williams ihre Schwester Venus. 

Nun ist sie die jüngste Wimbledon-Siegerin seit 2011 – damals siegte mit Petra Kvitova, die wenige Monate jünger war, ebenfalls eine Tschechin. 

Noskova brillierte vor allem durch ihr typisch tschechisches Spiel mit harten Grundschlägen und starken Aufschlägen. Zeigte bei manchen Schlägen auch viel Gefühl, das auf Rasen sehr dienlich sein kann. Am Ende musste sie noch zittern, vergab fünf Matchbälle und zitterte beim Ausservieren. Im dritten riss aber die Negativserie von fünf verlorenen Games – nicht nur das: Noskova zog davon und blieb bis zum Ende cooler als noch einen Satz zuvor. 

Zur Belohnung gibt es ein Rekord-Preisgeld von umgerechnet fast 4,2 Millionen Euro und sich im WTA-Ranking von Rang zwölf auf sieben verbessern, Muchova ist ab Montag Sechste. 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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