Millionenpleite eines ambitionierten Metallbauunternehmens

Wirtschaft

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Die Hinke Tankbau GmbH mit Sitz Wels ist insolvent. Das Landesgericht Wels hat laut Creditreform über das Vermögen des Metallbauunternehmens am Mittwoch ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Das Unternehmen hatte den Antrag selbst gestellt. Im Unternehmen sind derzeit 50 Mitarbeiter beschäftigt, deren Arbeitsplätze nun auf dem Spiel stehen.

Brauereigeschäft brach weg

Jahrelang belieferte das Unternehmen vor allem Brauereien mit Tanks und Behältern. Doch dieser Hauptmarkt brach zunehmend weg. Die Geschäftsführung versuchte, mit hochspezialisiertem Know-how die Pharmaindustrie als neuen Kundenkreis zu erschließen – mit mäßigem Erfolg. „Die Beauftragungsbereitschaft ist sehr zurückhaltend“, heißt es im Eigenantrag. Nach der Corona-Pandemie habe es zwar eine konjunkturell starke Phase gegeben. Die Investitionsneigung habe sich jedoch auf die USA und Asien konzentriert, während im DACH-Raum deutlich weniger investiert worden sei.

Banken drehten den Geldhahn zu

Die schwache Auftragslage führte zu finanziellen Engpässen. Als die Geschäftszahlen nicht wie erhofft ausfielen, reagierten die Banken: Zwei Hauptfinanzierer reduzierten ihre Kreditrahmen. Damit war die Zahlungsunfähigkeit besiegelt.

Die Schulden

Von der Insolvenz sind rund 140 Gläubiger betroffen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro.

Die Zukunft

Den Gläubigern bietet Hinke Tankbau nun eine Quote von 20 Prozent an – das gesetzliche Minimum. Die Summe soll binnen zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans gezahlt werden. Der Betrieb soll aufrechterhalten und laufende Aufträge weiter abgewickelt werden. Nach Angaben des Unternehmens werden derzeit Gespräche mit möglichen Investoren geführt.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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