Cyberangriff 2020: Außenministerium bestellt Russlands Botschafter ein

Politik

Das Außenministerium hat am Dienstag den russischen Botschafter in Wien einbestellt. Anlass sei die jüngste Erklärung aller 27 EU-Staaten zu russischen Cyberangriffen, in der erstmals offiziell bestätigt wird, dass die russische Hackergruppe Turla hinter dem Cyberangriff auf das österreichische Außenministerium um den Jahreswechsel 2019/2020 stecke. Das bestätigte das Außenamt am Dienstag der Presse und der APA.

Neben Österreich seien auch Deutschland, Finnland, Frankreich, Niederlande, Polen, Rumänien, die Slowakei und Zypern von den Cyberattacken betroffen.

Bei der Attacke auf das IT-System des Außenamts sollten interne Informationen mit Russland-Bezug gestohlen werden, berichtet die Presse.

Die Attacke konnte 2020 erst nach mehreren Wochen beendet werden. Nun ist klar, dass die russische Spionagegruppe Turla dahintersteckte. Diese soll dem sogenannten 16. Zentrum des russischen Geheimdienstes FSB unterstellt sein. Das habe die EU am Montag bekannt gegeben und verhängte Strafmaßnahmen gegen Personen und Firmen in Russland.

Russischen Botschafter einbestellt

„Cyberangriffe bedrohen unsere Sicherheit: Wenn Zahlungssysteme ausfallen, Bahnsysteme oder Krankenhäuser angegriffen werden, betrifft das jeden und jede Einzelne. Europa erlebt immer mehr solcher Attacken, und einer der Hauptakteure ist Russland“, wird Österreichs Außenministerium Beate Meinl-Reisinger in der Presse zitiert.

Auch Österreich sei betroffen. Die Öffentlichkeit habe ein Recht zu erfahren, woher die Bedrohung komme, wird Meinl-Reisinger weiter zitiert. „Deshalb verstecken wir uns nicht hinter diplomatischen Floskeln, sondern benennen die Verantwortlichen und reagieren.“ Cyberangriffe auf Österreich seien „inakzeptabel“, das habe man dem russischen Botschafter in Österreich klargemacht.

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Source:: Kurier.at – Politik

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