Houthis gegen Saudi-Arabien: Gefährliche Ausweitung des Krieges in Nahost

Politik

Inmitten des amerikanisch-iranischen Krieges erfasste dieser Konflikt nun zwei weitere Staaten in der Region. Die Spirale der Gewalt dreht sich immer schneller.

Zuletzt hatten jemenitische Houthi-Rebellen das Nachbarland Saudi-Arabien – die beiden Staaten hatten bis zum Waffenstillstand 2022 Krieg gegeneinander geführt – aus der Luft angegriffen. Laut eigenen Angaben wurden mehrere Regionen ins Visier genommen, darunter auch der wichtige Öl-Verladehafen Yanbu. Die Attacken erfolgten als Reaktion auf die saudischen Angriffe zuvor, die wiederum eine Reaktion waren auf den Beschuss saudischer Tanker in der Meerenge von Bab al-Mandab. Diesen wichtigen Seeweg nach Europa und Asien hatten die mit dem Iran verbündeten Houthis zu Wochenbeginn für Schiffe mit Ausgangs- oder Zielpunkt Saudi-Arabien gesperrt.

Islamabad versucht zu vermitteln

Sollte der Konflikt zwischen den beiden Nachbarstaaten weiter eskalieren, könnte auch Pakistan in die Auseinandersetzungen hineingezogen werden. Emissäre aus Islamabad versuchen zwar derzeit zwischen den Kriegsparteien Iran und USA zu vermitteln. Allerdings existiert seit dem Vorjahr auch ein Militärbündnis mit Saudi-Arabien.

Zwischen dem Iran und den USA wurden die wechselseitigen Angriffe fortgesetzt. Die US-Streitkräfte nahmen nach eigenen Angaben unter anderem Kommandozentralen und Drohnenlager ins Visier und dieses Mal auch eine Marinebasis am Kaspischen Meer. Der Iran feuerte auf US-Stützpunkte in der Region, etwa in Kuwait oder Jordanien.

In der Straße von Hormus, durch die vor dem Waffengang 20 Prozent des Öls und Flüssiggases transportiert wurden, geht weiterhin nichts: Die USA lassen kein Schiff mit Ziel- oder Ausgangshafen im Iran durch – zuletzt wurde ein Öltanker beschossen und außer Gefecht gesetzt, wie es hieß. Der Iran blockt alle anderen Schiffe. Womit beide Nadelöhre der Weltwirtschaft de facto unpassierbar sind.

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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