
Der ehemalige Serienmeister Salzburg scheint auf gutem Wege zurück zu alter Stärke zu sein. Nach dem 1:0-Heimsieg im Hinspiel gegen Pafos hat die Mannschaft von Trainer Danny Röhl gute Chancen auf den Einzug ins Play-off der Europa League.
Drei Dinge, die die Salzburger nach dem Last-Minute-Erfolg mitnehmen können:
Spiderman Zawieschitzky
Die Entscheidung, Youngster Christian Zawieschitzky zur neuen Nummer eins zu machen, war goldrichtig. Es war die 61. Minute im Spiel gegen Pafos, es stand noch 0:0, als der Brasilianer Lele plötzlich alleine auf den Keeper zulief. Doch der 19-jährige Tiroler blieb cool und bewahrte sein Team mit einer Glanzparade vor einem Rückstand. In Spiderman-Manier nahm er dem Angreifer den Ball vom Fuß. Der Brasilianer konnte dem Ball und der vergebenen Chance nur traurig nachschauen.
„Ich habe alles reingehaut und bin froh, dass ich es gelöst habe“, sagte Zawieschitzky mit einem schelmischen Grinser im Gesicht. Er gibt der Mannschaft Rückhalt, strahlt Ruhe aus – und hat auch das Zeug zu außergewöhnlichen Paraden.
Goalgetter Tabakovic
Mit Haris Tabakovic hat man endlich wieder einen echten Strafraumstürmer, der auch Tore schießt. Der Bosnier kam als Joker und fixierte in der 88. Minute nach Veratschnig-Assist den Sieg.
Tabakovic sprach von einem „guten“ Spiel. Man sei sehr dominant und gut im Gegenpressing gewesen. Das Spiel im letzten Drittel war hingegen ausbaufähig. „Das ist auch das Schwierigste“, meinte Tabakovic. Sein Treffer machte seinem Team die Aufgabe etwas leichter. „Es ist gut, dass wir das eine Tor noch geschossen haben. Es ist immer so, dass man als Stürmer an Toren gemessen wird, aber ich war vor allem happy für die Mannschaft nach der Leistung“, sagte der 32-jährige Bosnier.
Trainer Röhl ergänzte: „So etwas funktioniert nur, wenn die Mannschaft immer bis am Schluss daran glaubt, ein Tor zu erzielen. Die Jungs hören zu und arbeiten hart für den Erfolg.“
Der Rasen hält
Gegen den Salzburger Dauerregen konnte auch der beste Greenkeeper nicht ankommen, die fast zweistündige Unterbrechung war nicht zu vermeiden. „Ich glaube, es war mein längster Europacup-Abend, ein sehr intensiver, es ist sehr viel passiert“, resümierte Salzburgs Geschäftsführer Stephan Reiter.
Die Absage konnte gerade noch vermieden werden, dafür gab es auch Lob vom Boss: „Es ist toll, wenn man sieht, wie gut der Platz jetzt wieder beieinander ist, wie schnell das Wasser abgeronnen ist.“
Am Donnerstag gilt es, den Sack auf Zypern zuzumachen. Nicht mit von der Partie sein wird da Enrique Aguilar, der sich schwer an der Hand verletzt hat. Gegen Pafos mussten auch Edmund Baidoo, Soumaila Diabate oder Damir Redzic angeschlagen raus. Für den Coach aber kein Grund zu jammern: „Wir haben einen Kader, der in der Lage ist, das zu kompensieren.“ Zunächst am Sonntag in der Liga gegen den WAC, dann auf Zypern.
Source:: Kurier.at – Sport



