Waldbrände: Rosenbauer erwartet mehr Geschäft

Wirtschaft

Hitzebedingte Waldbrände und Angriffe auf zivile Infrastruktur im Nahen Osten sorgen für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Feuerwehrausrüstung und Einsatzfahrzeugen. Der hohe Bedarf zeichnete sich auch in den Umsatz- und Gewinnzahlen des österreichischen Feuerwehrausrüsters Rosenbauer ab. 

Der Konzern konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 3,5 Prozent steigern und erzielte 625,9 Mio. Euro. Der Umsatz verteilte sich im ersten Halbjahr 2026 mit 48,3 Prozent auf die Area Europe, 31,9 Prozent auf Americas, 9,0 Prozent auf Asia-Pacific und 8,8 Prozent auf Middle East & Africa. Rosenbauer mit Sitz in Leonding (Bezirk Linz-Land) ist der weltweit größte Hersteller für Feuerwehrtechnik und Brandschutzausrüstung. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdreifachte sich nahezu auf 20,4 Mio. Euro.

Steigende Auftragszahlen

Der Auftragseingang des heimischen Konzerns ist im ersten Halbjahr um 1,8 Prozent von 705,2 Mio. Euro auf 717,8 Mio. Euro gestiegen. „Unser Auftragseingang liegt über dem Umsatz, Rosenbauer wird im nächsten Halbjahr also weiter wachsen,“ so CEO Robert Ottel in einer Pressekonferenz. Insbesondere die Area Europe und Middle East & Africa steigerten ihren Auftragseingang. In den USA hat die Diskussion über Zölle und Gegenzölle das Bestellverhalten der Händler in den USA belastet. 

Auch bei den Mitarbeitern baute Rosenbauer auf: Zum 30. Juni 2026 beschäftigte Rosenbauer weltweit 5.039 Mitarbeitende und damit 371 mehr als im Vorjahr (30. Juni 2025: 4.668). Circa 37 Prozent dieser sind in Österreich beschäftigt. 

Lieferverzögerungen im Nahen und Mittleren Osten

Die Situation der Straße von Hormus hat im zweiten Quartal zu Lieferverzögerungen geführt. Ottel hofft die ausstehenden Auslieferungen im dritten und vierten Quartal aufzuholen. „Obwohl der Bedarf da sei, erfolgen die Lieferung über lange Umwege,“ so der CEO. Jörg Schuschnig, CFO, erklärt in diesem Zusammenhang, dass sich die Auswirkungen der Straße von Hormus mit acht Millionen Euro auf das EBIT auswirken werden.  

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Die Kriegsführung im Ukraine und Iran-Krieg erhöhen laut Ottel den Bedarf an Schutz von ziviler Infrastruktur. Die Angriffe mit Drohnen auf Industrieanlagen, Wasserentsalzungsanlagen oder Energieanlagen erfordern Feuerwehrtechnik: „Ziviler Schutz bedeutet auch, Brände nach Angriffen löschen zu können,“ so der Rosenbauer-CEO. 

Umsatz soll in zweiter Jahreshälfte weiter steigen 

Rosenbauer erwartet für das Geschäftsjahr 2026 ein weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum. Der Umsatz soll bis zu 1,6 Mrd. Euro erreichen, die EBIT-Marge auf über 6 Prozent steigen. Als Risiken nennt das Unternehmen geopolitische Spannungen, ein volatiles Marktumfeld sowie mögliche Störungen der Lieferketten.

Gleichzeitig rechnet Rosenbauer mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach Waldbrandfahrzeugen und entsprechender Ausrüstung. Hintergrund sind die zunehmenden Hitzewellen und Trockenperioden in Europa, die die Zahl der Waldbrände steigen lassen. „Wir haben heuer schon mehr Waldbrandfahrzeuge ausgeliefert, als in den Vorjahren“, sagte Ottel. In Österreich wurden heuer bereits rund 280 Waldbrände registriert. Entsprechend wächst europaweit der Bedarf an Spezialfahrzeugen und Ausrüstung für die Waldbrandbekämpfung. 

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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