
In der EU tritt 2028 das EU-Emissionshandelssystem (ETS2) für Gebäude und Straßenverkehr in Kraft. Damit soll der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen beschleunigt werden. Bereits im Vorfeld ist in der EU ein Klimafonds geplant, aus dem bestimmte Maßnahmen finanziert werden sollen. In Österreich will das Finanzministerium laut einem Entwurf unter anderem Geld für den Heizungstausch und für E-Busse zur Verfügung stellen, schreibt die Tageszeitung Der Standard am Donnerstag.
Bis 2032 sollen in Österreich insgesamt 700 Mio. Euro für die Maßnahmen zur Verfügung stehen. 60 Prozent sollen in den Gebäudebereich fließen, der Rest in den Verkehr. Im Gebäudebereich gehe es vor allem um den Heizungstausch, hier seien 50 Mio. Euro pro Jahr eingeplant.
Weiters soll die thermische Sanierung in den Fokus rücken. Hier werde vor allem bei Gebäuden karitativer oder gemeinnütziger Organisationen, sowie bei benachteiligten Haushalten angesetzt, aber auch mehrgeschossige Wohnhäuser sollen die thermische Sanierung über den Fonds finanzieren lassen können. Der Finanzminister wolle jedoch „keine Gießkannenförderung, sondern wirklich jene fördern, die es besonders brauchen“, zitiert der Standard das Ministerium. „Eine sozial ausgewogene Klimapolitik, die dort unterstützt, wo es am notwendigsten ist, ist der richtige Weg. Mit dem Klima-Sozialplan legen wir genau das vor.“
Im Verkehrsbereich sollen laut dem Entwurf E-Busse sowie E-Nutzfahrzeuge für Kleinstunternehmen gefördert werden. Zudem soll die Fuß- und Radweginfrastruktur verbessert werden. Bis zum 4. September ist die zweite Konsultation zum Plan laut Standard noch geöffnet.
Source:: Kurier.at – Politik



