
Trotz ausbleibender gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und dem Iran ist die Schifffahrt in der für den weltweiten Handel wichtigen Straße von Hormus weiterhin stark gestört. Am Donnerstag hätten lediglich acht Schiffe die Meerenge passiert, wie aus Informationen des Datenanbieters Kpler hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.
Etwa 13 Schiffe sind demnach im Schnitt in der vergangenen Woche durch den Engpass zwischen den Küsten des Irans und Omans gefahren.
Nur mehr halb so viele Durchfahrten
Während ein zeitweiliges Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA galt, herrschte auch für die Schifffahrt in der Region eine Phase gewisser Entspannung. Aber nach dem Zusammenbrechen der Vereinbarung und neuerlicher Blockaden hätten sich etwa die Passagen von Frachtern für Trockengüter halbiert, schrieb der Schifffahrtsdienstleister AXS Marine auf der Plattform X.
„Dieser Rückgang hat einen Großteil der nach dem Waffenstillstand im Juni zu verzeichneten teilweisen Erholung zunichtegemacht“.
Für den Iran bedeutet die erneute US-Seeblockade ebenfalls massive Einschnitte. Der Schifffahrtsdatenanbieter Windward berichtet etwa nach Analyse von Satellitenbildern, dass an der für den iranischen Ölexport wichtigen Insel Charg seit längerer Zeit keine Schiffe mehr andockten.
Zuletzt hatten sowohl der Iran als auch die USA von einer absehbaren Einigung für die Schifffahrt in der Straße von Hormus gesprochen. Der Iran verhandelt dabei nach eigenen Angaben direkt mit dem anderen Anrainerstaat Oman.
Source:: Kurier.at – Politik



