Emotionaler Sieg: Wiener Viktoria schickt den MSV in die Krise

Sport

Von Lukas Bergmann

Der Sportplatz der Wiener Viktoria war wie ein Backofen, der auf Ober- und Unterhitze eingestellt war. Nicht nur brannte erbarmungslos die Sonne runter bei 35 Grad, durch den Kunstrasenplatz strahlte die Hitze auch vom Platz hoch. Kein Wunder also, dass die Spieler nach dem Aufwärmen aussahen, als ob sie schon einen Triathlon hinter sich hatten. Dementsprechend hitzig begann das Spiel auch.

Die erste Halbzeit war von Kampf geprägt. Mattersburg wollte immer wieder hoch anpressen, lief aber dadurch in Kontersituationen, die die Viktoria eiskalt ausnutzte. Dabei reichten zwei lange Bälle in die Spitze aus, um die gesamte Mattersburger Verteidigung auszuhebeln. Die zahlreichen MSV-Fans mussten mitansehen, wie die Viktoria durch Doppelpacker Deniz Pehlivan mit 2:0 in Führung ging. 
In der zweiten Hälfte startete der MSV furios und erzwang sein erstes Tor in der Regionalliga. Lukas Secco verwandelte einen Elfmeter. Diese Situation war jedoch auch bezeichnend, denn Mattersburg schaffte es in keinem Spiel bis jetzt, gefährliche Torchancen zu kreieren. Gegen die Viktoria war das  anders. Dieses Mal scheiterten sie  am starken Valerian Hüttner im Tor. Die Viktoria legte noch ein Tor nach und besiegelte die Niederlage.

Für Trainer Josef Kühbauer war vor allem das fehlende Selbstvertrauen ein Problem: „Wir sind verwöhnt worden in den letzten Jahren und jetzt sind wir in einer Phase, in der wir nicht gewinnen. Jetzt ist die Situation natürlich viel schwieriger, aber wenn wir aus dem Tal wieder rauskommen, wird es wieder funktionieren.“ Dieser Umschwung sollte aber bald kommen, wenn der MSV nicht im Abstiegsstrudel landen will.„
Dozhgar Kadir, der nach dem Abgang von Toni Polster bei der Wiener Viktoria vom Co- zum Cheftrainer befördert wurde, zeigte sich sehr zufrieden: “Diesen Sieg haben wir absolut gebraucht. Nachdem meine Jungs im Training alles gegeben haben, gibt es nichts Geileres als einen Sieg wie diesen.„

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Dabei wiegt aber der Abgang von Toni Polster in der Sommerpause immer noch schwer, auch bei Kadir: „Wir vermissen ihn natürlich alle. Jede Sekunde, jede Minute mit Toni war für mich eine große Ehre.“ Dass Toni Polster nicht mehr am Viktoria-Platz präsent ist, merkte man auch bei den Zuschauern. Der Großteil der Fans kam aus Mattersburg. 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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