Russische Schwarzmeerflotte geschwächt

Politik

Die Ukraine konnte in Sewastopol den Flottenstützpunkt der russischen Marine zerstören.

Tag 160 im Ukraine-Krieg: Die russische Schwarzmeerflotte ist nach Ansicht Großbritanniens in einer schwachen Position. Der gemeldete ukrainische Angriff auf das Hauptquartier in Sewastopol auf der annektierten ukrainischen Halbinsel Krim sei „der jüngste Rückschlag“ für die Flotte, teilte das Verteidigungsministerium in London mit und erinnerte an den Verlust des Flaggschiffs „Moskwa“ im April.

Mit Verweis auf den angeblichen ukrainischen Drohnen-Angriff auf Sewastopol hatte Russland seine Feierlichkeiten zum „Tag der Marine“ auf der Krim abgesagt.

Das britische Verteidigungsministerium kommentierte: „Nach den Berichten über abgesagte Paraden ist es unwahrscheinlich, dass die Schwarzmeerflotte neben ihren Kriegsaktivitäten noch hochkarätige öffentliche Veranstaltungen durchführen kann.“ Die ukrainische Marine hatte den Angriff dementiert und mitgeteilt, Russland habe den Vorfall „erfunden“.

Wieder schwere Kämpfe bei Bachmut

Im ostukrainischen Gebiet Donezk halten die Kämpfe um die Stadt Bachmut zwischen russischen und ukrainischen Truppen weiter an. Auch in Richtung des acht Kilometer nördlich gelegenen Soledars habe es russische Vorstöße gegeben, teilte der ukrainische Generalstab am Dienstag mit.

Russische Angriffe an mehreren Orten südlich von Bachmut seien hingegen größtenteils abgewehrt worden, hieß es. Unabhängig überprüfen ließen sich diese Angaben nicht.

Der ukrainische Generalstab berichtete darüber hinaus von einem russischen Angriff im Norden des Chersoner Gebiets an der Grenze zur benachbarten Region Dnipropetrowsk. Kiew nährt seit Wochen Hoffnungen, in dieser Region eine Gegenoffensive zur Rückeroberung des Südens zu starten.

Den Kiewer Angaben zufolge wurden entlang der gesamten Frontlinie ukrainische Positionen in den Gebieten Charkiw, Donezk, Saporischschja, Cherson und Mykolajiw durch russische Artillerie beschossen. Die russische Luftwaffe habe zudem etwa vier Angriffe auf ukrainische Stellungen geflogen, hieß es.
 

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„Keine Sieger“: Putin will keinen Atomkrieg starten

Kurz nach Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine am 24. Februar hat der russische Präsident Wladimir Putin befohlen, die Atomstreitkräfte des Landes in erhöhte Alarmbereitschaft zu versetzen.

Putin drohte seither zudem mit Reaktionen „schnell wie der Blitz“ im Fall einer direkten westlichen Militärintervention im Ukraine-Konflikt.

Im Mai warnte der russische Journalist und Friedensnobelpreisträger Dmitri Muratow, die „Propagandakrieger“ des Kremls versuchten, den Einsatz von Atomwaffen für die russische Öffentlichkeit akzeptabler zu machen.

Atomkrieg darf niemals entfesselt werden

Nun trat der Kremlchef den seit Kriegsbeginn wachsenden Befürchtungen entgegen, dass Moskau in der Ukraine womöglich Atomwaffen einsetzen könnte. „Wir gehen davon aus, dass es in einem Atomkrieg keine Sieger geben kann und er niemals begonnen werden darf“, schrieb Putin in einem am Montag auf der Webseite des Kremls veröffentlichten Grußwort an die Teilnehmer der Konferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York.

Putin versicherte, dass Russland „den Buchstaben und dem Geist“ des Vertrags treu bleiben werde. Die USA, Großbritannien und Frankreich warfen indessen Russland am Montag aus Anlass der UN-Konferenz in einer gemeinsamen Erklärung eine „unverantwortliche und gefährliche“ Rhetorik über Atomwaffen vor.
 

Anfang Juli erst sprach der russische Ex-Präsident Dmitri Medwedew einen Atomwaffen-Einsatz an. „Die Idee, ein Land zu bestrafen, das über das größte Atomwaffenarsenal verfügt, ist an und für sich absurd“, schrieb Medwedew mit Bezug auf eventuelle Ermittlungen des internationalen Strafgerichtshofs zu möglichen Kriegsverbrechen.

Ukraine: Russland betreibt „nuklearen Terrorismus“

Kiew hat Moskau für seine indirekten Drohungen zum Einsatz von Atomwaffen scharf kritisiert. „Die Welt wird Zeuge, wie nuklearer Terrorismus, gesponsert von …read more

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Source:: Kurier.at – Politik

      

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