Knalleffekt bei der Austria: Michael Wagner haut den Hut drauf

Sport

Kaum ist die Saison fertig gespielt, kaum sind die violetten Frauen zum ersten Mal Meisterinnen in Österreich geworden, kehrt wieder die bekannte Unruhe in den Verein ein.

Michael Wagner, seit Herbst 2025 Sportdirektor, legt sein Amt nieder. Die Entscheidung überrascht nicht, da sich schon über die vergangenen Monate die Zusammenarbeit von Sportvorstand Tomas Zorn und der sportlichen Abteilung nicht optimal gestaltete.

Vor allem die Kommunikation sei, wie man von einer Seite zu hören bekam, ein Knackpunkt gewesen. Umgekehrt habe es auch, so die andere Seite, inhaltlich unterschiedliche Anschauungen gegeben. 

Fakt ist auch, dass sowohl Wagner als auch Zorn Zuständigkeiten laut ihren Verträgen hatten, die einander überschnitten. Und dann ist der Sportvorstand dem Sportdirektor übergeordnet.

Wagner wurde von AG-Vorstand Harald Zagiczek installiert, als die Austria nach dem Rückzug von Jürgen Werner als Sportvorstand im sportlichen Bereich ein Vakuum offenbarte. Gleichzeitig trennte man sich bekanntlich von Sportdirektor Manuel Ortlechner.

Es handelte sich dabei um einen Machtkampf, der damals zwischen Zagiczek und Werner eskalierte.

Michael Wagner spricht auf Nachfrage vom „richtigen Zeitpunkt für diesen Schritt“, wollte auf die Gründe aber nicht weiter eingehen.

Tomas Zorn wurde von Jürgen Werner als Nachfolger vorgeschlagen, sein gutes Recht laut dem Vertrag, den er mit der Austria einst vereinbart hatte. Zorn präsentierte sich diversen Gremien, im Aufsichtsrat erkor man dann einstimmig den Deutschen zum neuen Sportvorstand.

Eine Schlüsselrolle spielte dabei Austria-Präsident Kurt Gollowitzer, der ab einem gewissen Zeitpunkt Stimmung für Zorn machte, worauf die ursprüngliche Skepsis seitens des Vereins schwand.

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Gollowitzer ist für die Austria auch Leiter der Verhandlungen mit der Investorengruppe WTF, deren Anteile die Austria seit geraumer Zeit schon zurückzukaufen gedenkt. 

Trotz aller Beteuerungen, Werner und seine Mitinvestoren dadurch loswerden zu wollen, klappte das Unternehmen bis heute nicht. Es fehlt am nötigen Kleingeld.  

Der Rückzug von Wagner bringt vielleicht wieder etwas ins Rollen bei der Austria.  Wie geht es mit den weiteren Personen in der Sportdirektion, Akademie-Leiter Manuel Takacs und Robert Urbanek, weiter? 

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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