Nach dem Scherer-Rücktritt: Vor diesen Herausforderungen steht der ÖSV

Sport

Falls Christian Scherer wirklich vorgehabt haben sollte, seinem Vorgänger nachzueifern, dann hat er das weit verfehlt. 43 (!) Jahre lang war Klaus Leistner dem ÖSV als Generalsekretär vorgestanden. 

Für den Nachfolger aus Obertilliach endet die Amtszeit nach nicht einmal sechs Jahren. Scherer zieht sich aus eigenen Stücken im Herbst als Generalsekretär und Geschäftsführer des ÖSV zurück und wechselt in die Privatwirtschaft.

Was hat Christian Scherer beim ÖSV bewirkt?

Der 41-Jährige übernahm die Aufgabe 2020 mitten in der Corona-Pandemie und sah sich mit einigen Herausforderungen konfrontiert: Dem Wechsel an der Verbandsspitze von Langzeitpräsident Peter Schröcksnadel zu Roswitha Stadlober; dem Rechtsstreit mit dem neuen FIS-Präsidenten Johan Eliasch; nicht zu vergessen die immer höher werdenden Ausgaben innerhalb des Verbandes.

„Gemeinsam im Team ist es uns gelungen, den Verband in einer herausfordernden Phase gut aufzustellen“, erklärt Christian Scherer.

Welche Aufgabe hat der Generalsekretär beim Skiverband?

Seit einer Strukturreform, die 2024 abgesegnet wurde, fungieren der Generalsekretär und der Sportdirektor (Mario Stecher) als Geschäftsführer, die operativ alle Fäden in der Hand haben. Präsidentin Roswitha Stadlober hat – im Gegensatz zu Vorgänger Schröcksnadel – fast nur mehr repräsentative Aufgaben.

Wie steht der ÖSV finanziell da?

Der Verband hat auch dank Scherer langfristige Sponsorenvereinbarungen, der lukrative TV-Vertrag mit dem ORF wurde bis 2032 verlängert. Die Ski-WM 2025 in Saalbach war für den Verband ein finanzieller Gewinn, in Saisonen ohne Großereignis im eigenen Land ist es aber auch für den ÖSV schwer, schwarze Zahlen zu schreiben.

Vor welchen Herausforderungen steht der ÖSV?

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Was die Sponsoreinnahmen betrifft, ist der ÖSV am Plafond angekommen. Die Ausgaben steigen allerdings parallel. Nur Ski alpin und Skispringen sind gewinnbringend, die beiden populärsten Sportarten finanzieren alle anderen ÖSV-Sparten von Snowboard bis Ski-Freestyle. „Irgendwann werden wir uns überlegen müssen: Was können wir uns noch leisten“, erklärt Sportdirektor Stecher.

Was plant Christian Scherer bis zu seinem Abschied im Herbst?

„Ich werde den Übergang bis in den Herbst aktiv begleiten und meine Aufgaben geordnet übergeben“, sagt der 41-Jährige. Eine große Mission verfolgt Scherer noch und zieht dabei auch im Hintergrund eifrig die Fäden: Die Abwahl des ungeliebten FIS-Präsidenten Eliasch im Juni.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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