„Da muss sie schon zurückstecken“: Benjamin Karl empörte mit Interview

Sport

Der österreichische Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl – der erst im Februar mit Bildern seiner Olympia-Siegespose mit nacktem Oberkörper für Diskussionen sorgte – hat mit Aussagen über sein Eheleben sowie Familienorganisation im Podcast „Mindgames“ teils heftige Reaktionen ausgelöst.

Am vergangenen Sonntag erschien das rund 70-minütiges Gespräch mit Karl. Darin sprach er unter anderem über seine Kindheit oder einen potenziellen sportlichen Wechsel vom Snowboarden zum Rennradfahren. Er sprach aber auch über seine Ehe. Das betreffende Interview wurde mittlerweile wieder offline genommen.

Benjamin Karl sprach in Interview über Ehe

Auslöser der Debatte waren Karls Aussagen über seine Ehe mit Psychotherapeutin Nina Karl-Grissmann. Das Paar ist seit 2011 verheiratet, lebt in Osttirol und hat zwei Töchter. 

Karl schilderte im Podcast-Gespräch konkret den Wunsch seiner Frau nach mehr Zeit für sich, etwa für einen „Mädelsurlaub“. Der Sportler meinte dazu unter anderem: „Das geht nicht, weil ich finanziell der Verantwortliche für diese vier Mäuler bin.“ Auch sagte er: „Wenn ich Termine habe, wenn ich nach Wien muss, (…) dann muss das Priorität haben, weil das eben unser Leben finanziert. Da muss sie schon zurückstecken. So ehrlich muss man sein.“ 

Auch erwähnte er dabei, dass seine Frau „alles im Leben bekommen“ hätte, was „sie sich gewünscht habe“: Hochzeit, zwei Kinder, Haus und Swimmingpool. 

Der 40-Jährige sprach in der Episode ebenfalls über die Möglichkeit einer Trennung: „Wenn sie mich nicht weiter unterstützt, müssen wir getrennte Wege gehen.“ Auf die Frage, ob zwei Partner gleichzeitig „Vollgas-Karriere“ machen könnten, antwortete der Olympia-Sieger: „Definitiv eine Lüge. Das kann nicht funktionieren.“ Im Ehe-und Familienleben müsse „von vornherein“ geklärt werden, „wie die Verhältnisse sind. Beides geht nicht.“

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Viele negative Reaktionen 

Nach Veröffentlichung des Podcasts wurden Karls Aussagen in sozialen Medien intensiv diskutiert. Die feministische Influencerin Elisabeth Wagner etwa griff das Interview auf und schrieb dazu: „Der Fall Karl löst deshalb so viel aus, weil er sinnbildlich für ein Phänomen steht, das schon länger diskutiert wird: ‚The divorce came out of nowhere‘ – Männer, die von einer angeblich unerklärlichen Trennung vollkommen überrascht sind, obwohl es Zeichen gab und Frauen vielleicht lange gekämpft haben, um die Beziehung zu retten und Dinge zu verändern. Viele dieser Aussagen stehen stellvertretend für Dynamiken, die in vielen Beziehungen vorkommen.“ 

Zahlreiche, überwiegend weibliche, User:innen stimmten Wagners Einordnung zu.

Auch zahlreiche österreichische sowie deutsche Medien berichteten darüber. Journalistin Beate Hausbichler legte in einer Kolumne im „Standard“ nach und nannte Benjamin Karl gar einen „Mann von vorgestern“. 

Karl reagiert: „Werde den Kopf nicht hängen lassen“

Benjamin Karl selbst reagierte ebenfalls in mehreren Instagram-Storys auf die negativen Rückmeldungen. Darin sagte er etwa: „Die Nina kann jederzeit auf Mädelstrip fahren, das gehört nur gut geplant und dann ist das überhaupt kein Problem.“ Später ergänzte er, er habe „vergessen, Danke zu sagen“ und bedankte sich „allen voran bei der Nina“. 

Auch erzählte er in seiner Story am Dienstag: „Ich bin heute mit meiner Familie aufgestanden, habe den Kindern die Jause und das Frühstück gemacht. Nina hat sich derweil fertig machen können, sie geht heute in ihre Arbeit, die sie liebt.“ Auch erwähnte er, dass er den Geschirrspüler eingeräumt habe.

In einer weiteren Story am Mittwoch …read more

Source:: Kurier.at – Sport

      

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