
Noch liegt Emma Felbermayr auf Rang zwei hinter der Britin Alisha Palmowski, die die F1 Academy anführt. Jene Rennserie, die ausschließlich Frauen vorbehalten ist. Sie ist eine Plattform, auf der sich Frauen im Rennsport präsentieren können, um danach den Sprung in eine andere Rennserie zu schaffen, in der auch Männer fahren.
Am Sonntag (11.00 Uhr/ MESZ) steht in Silverstone das nächste Rennen auf dem Programm. Die 19-Jährige stammt aus einer echten Motorsport-Familie, Vater und Großvater waren viele Jahre fixe Größen in der Langstreckenszene. 2026 fährt Emma Felbermayr für Audi, mit den Formel-1-Piloten Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto teilt sie sich an den Rennstrecken die Hospitality. Mit dem KURIER sprach Felbermayr über …
… ihre Premiere in einem Formel-1-Auto: In Spielberg war es das erste Mal, dass ich in einem Formel-1-Auto gesessen bin. Ich durfte bei den Pit-Stop-Practices dabei sein. Im Vergleich zu meinem Auto ist das eine ganz andere Liga. Nicht nur von der Größe her, auch mit den vielen Knöpfen. Ich durfte so fünf oder sechs Boxenstopps machen und in die Box reinbremsen.
… ihre bisherige Saison in der F1 Academy: Mein Ziel ist, die Meisterschaft zu gewinnen, und das läuft bisher ganz gut. Ich fahre ja daneben noch die italienische Formel-4-Meisterschaft. Auch da bin ich gut dabei. Aber meine ganze Arbeit stecke ich in die F1 Academy.
… das Sprungbrett F1 Academy: Das ist für mich jetzt nur ein Zwischenschritt. Wir bekommen in der F1 Academy enorm viel Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit – und dadurch auch Sponsoren. Jeder weiß, wie teuer Motorsport ist.
… die zunehmende Aufmerksamkeit: Der Sprung vom Kartsport zu so einer großen Plattform ist riesig. Für mich war alles neu, darauf war ich nicht vorbereitet. Im Kartsport gibt es fast keine Medienpräsenz. Aber die F1 Academy an einem Formel-1-Wochenende ist eine andere Welt. Diese Aufmerksamkeit kannte ich nicht, da musste ich mich erst reinleben.
… Veränderungen: Ich stecke jetzt viel mehr Arbeit rein als im letzten Jahr. Ich studiere zwar nebenbei an einer Fernuni Wirtschaft, aber der Fokus liegt ausschließlich auf dem Rennsport. Es ist schon cool, wenn man das professionell machen kann.
… das Formel-1-Team von Audi: Die Aufmerksamkeit bei Audi ist einfach größer als im Vorjahr bei Sauber, und jetzt habe ich auch schon Einblicke bekommen. In Spielberg durfte ich beim ersten Training den Funk zwischen Ingenieur und Fahrer mithören. Das sind Sachen, von denen ich lernen kann. Wie Profis das Auto fühlen, was sie wollen, wie sie Feedback geben …
… weiblichen Nachwuchs im Motorsport: Ich war Anfang des Jahres wieder auf einer Kartbahn. Der Unterschied zu früher ist enorm. Es gibt jetzt viel mehr Mädchen. Man sieht, was die Academy bei den Mädchen ausgelöst hat. Wenn ein Mädchen einen Weg geht wie ein Antonelli, der von klein auf im Kart gefahren ist, kann sie es weit schaffen.
… Ratschläge an Mädchen: Mädchen, hört nicht auf Vorurteile! Motorsport ist für jeden hart, egal ob für Mann oder Frau. Es gibt nur 22 Plätze in der Formel 1, und wenn ein Mann nicht liefert, wird er genauso rausgeschmissen.
… Unterschiede zwischen Männer und Frauen: …read more
Source:: Kurier.at – Sport



