
Diesel kostete im Mai im Schnitt 1,916 Euro und war damit um 9,3 Cent günstiger als im April. Beim Benzinpreis war eine gegenläufige Entwicklung zu verzeichnen: Der Liter kostete im Mai 1,799 Euro und damit um acht Cent mehr als im Monat davor. Das zeigt eine Spritpreisanalyse des ÖAMTC.
Langfristige Beobachtungen des Mobilitätsclubs zeigen, dass dieser Trend keineswegs neu ist: Auch in den vergangenen Jahren verhielten sich die Preise von Mai bis in den Spätsommer hinein oft unterschiedlich und Benzin wurde schneller teurer oder langsamer günstiger als Diesel.
Eine mögliche Erklärung: Der zu dieser Zeit stark steigende Feiertags- und Urlaubsverkehr mit privaten Pkw führe zu einer höheren Benzin-Nachfrage – ein Effekt, der bei Diesel aufgrund der konstanten Nachfrage, z. B. durch das Transportwesen, nicht so stark ins Gewicht falle.
Reduktion der Spritpreisbremse
Für Juni wurde die Spritpreisbremse seitens der Regierung verlängert, allerdings in abgeschwächter Form. Es wird nun nur mehr die Mineralölsteuer um 1,7 Cent pro Liter gesenkt (gilt bis Ende Juni), eine Begrenzung der Margen gibt es nicht mehr. Auch müssen Tankstellen bis Ende August Preissenkungen bei den internationalen Preisnotierungen verpflichtend weitergeben.
Dass die Preisbremse stark reduziert wurde, zeigte sich an den Zapfsäulen, weist der ÖAMTC hin: Die Preise an den Tankstellen stiegen im Vergleich zum 31. Mai um jeweils fünf Cent pro Liter an.
Tanktipps
Am günstigsten tankt man laut dem Automobilclub üblicherweise am Wochenende. Im Tagesverlauf sinken die Preise bis knapp zur einmalig erlaubten Preiserhöhung um 12 Uhr. Insgesamt sind somit am Montagvormittag die günstigsten Preise zu erwarten.
Detaillierten Auswertungen der Bundeswettbewerbsbehörde zeigten auch, dass sich der tägliche Preisanstieg um 12 Uhr dann bis etwa 19 Uhr stark relativiert. Wer vormittags nicht tanken kann, sollte also nach Möglichkeit bis zum Abend warten, um wieder einen günstigeren Zeitpunkt zu erwischen.
Source:: Kurier.at – Wirtschaft



