Vor Börsendebüt von SpaceX: schwarzer Freitag für US-Tech-Aktien

Wirtschaft

Hier potenzielle Gewinner, da ganz konkret Verlierer: Der für kommenden Freitag geplante Rekord-Börsengang des Raumfahrtkonzerns SpaceX von Elon Musk stößt bei Investoren auf massives Interesse. Die Nachfrage nach den Aktien belaufe sich auf etwa 150 Milliarden Dollar, sagten zwei Insider am Freitag. Damit sei die Emission von 75 Milliarden Dollar bereits Tage vor dem Börsendebüt zweifach überzeichnet.

Gleichzeitig war der vergangene Freitag aber ein betrüblicher Börsentag. Mehr noch, es war der schwächste Börsentag des Jahres. Die Kurse der Tech-Titel in New York stürzten in einem Ausmaß ab, wie sie das zuletzt im April 2025 taten, als US-Präsident Donald Trump die Wirtschaftswelt mit seinen Zöllen schockte.

Die bereits am Mittwoch eingeleitete Gewinnmitnahmen-Welle bei US-Tech-Aktien hat ein lange nicht gesehenes Ausmaß angenommen. Befeuert wurde die Bewegung von einem soliden US-Arbeitsmarktbericht, der die Spekulationen bestärkte, dass die US-Notenbank Fed demnächst ihren Leitzins erhöhen wird.

Am meisten traf es die extrem hoch bewerteten Tech-Titel und hier vor allem Chip-Aktien. Die zuletzt besonders heiß gelaufenen Aktien der Chip-Konzerne ARM, Marvell, Micron und AMD fielen mit besonders deutlichen Verlusten von bis zu 17 Prozent. Auch Chip-Gigant Nvidia entkam dem Abwärtsstrudel mit einem Minus von 6,2 Prozent nicht. Google-Mutter Alphabet zeigte sich mit einem Prozent Minus noch am robustesten.

In Summe verbuchte der von Technologiewerten geprägte Auswahlindex Nasdaq-100 am Freitag einen Abschlag von 4,77 Prozent und damit den größten Tagesverlust seit April 2025.

Wie schon zuletzt schlug sich der Dow Jones, der eher die Standardwerte abbildet, besser. Er konnte sich der Marktlage mit einem Minus von 1,35 Prozent aber auch nicht ganz entziehen.

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Die führenden Werte im Dow Jones waren Procter & Gamble und Coca-Cola, aber auch Johnson & Johnson und McDonald’s gehörten mit mehr als zwei Prozent zur Spitzengruppe. In den momentan unruhigen Börsenzeiten sind also eher defensive Werte aus dem Konsumgüterbereich gefragt.

Für größere Verunsicherung unter Anlegern sorgen die gigantischen Summen, die in KI-Rechenleistung gesteckt werden, ohne zu wissen, ob das Investment je zu verdienen sein wird.

Bestes Beispiel ist die Meta-Aktie, die am Freitag ebenfalls 5,5 Prozent verlor. Der Kurs der Facebook-Mutter wurde u. a. durch einen Bericht der Financial Times belastet, wonach das Unternehmen über eine umfangreiche Kapitalerhöhung nachdenkt. Meta plane mit einem Volumen von mehreren zehn Milliarden Dollar, um die Investitionen in die KI noch einmal kräftig zu erhöhen.

Schon bisher galt, dass Mark Zuckerberg im laufenden Jahr die gigantische 125 bis 145 Milliarden US-Dollar an Investitionskapital ausgeben will, wovon der Löwenanteil direkt in den Ausbau der Künstlichen Intelligenz und der dafür nötigen Rechenzentrumsinfrastruktur fließt.

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Source:: Kurier.at – Wirtschaft

      

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