
Der nächste Top-Manager des ORF ist freigestellt: Pius Strobl, der mächtige und bestverdienende Mann am Küniglberg, ist laut einem Bericht des profil aus Compliance-Gründen freigestellt.
Strobl liegt wegen einer Pensionsregelung mit dem ORF im Clinch, sein Name taucht auch immer wieder in der Affäre um Roland Weißmann auf. Laut profil seien die Gründe für seine Freistellung am Montag durch ORF-Chefin Ingrid Thurnher aber andere. Diese sollen im Finanzausschuss des Stiftungsrats (ab 14 Uhr) diskutiert werden.
Strobl ist zuletzt viel genannt worden. Unter anderem in der Causa Weißmann: Strobl und die Frau, die die Vorwürfe gegen Weißmann erhob, sind einander nicht unbekannt. Strobl bestätigte zumindest, dass sie und er den gleichen Anwalt beschäftigen. Er dementierte aber, die Frau dazu motiviert zu haben, gegen Weißmann vorzugehen.
Zuletzt wurde laut Krone das Diensthandy der Frau nach einer Ortung beschlagnahmt – just am Wohnort von Strobl.
Auch die Pensionsregelung ist ein großes Thema gewesen. Er und der einstige ORF-Chef Alexander Wrabetz hätten sich auf diese geeinigt, Weißmann sich aber geweigert, dies anzuerkennen. Strobl, der zuletzt in Krankenstand war, kündigte an, die Regelung nach seinem Pensionsantritt einklagen zu wollen.
Und Strobl brachte rund um das Amtsende Weißmanns neue Vorwürfe ins Spiel. Er habe Weißmann „mehrfach“ mitgeteilt, dass er unter „Mobbing seiner Umgebung und Bossing leide“. „Bossing“ ist Mobbing durch den Vorgesetzten. „Die dem Herrn Generaldirektor a. D. nunmehr angelasteten Vorkommnisse stehen allerdings in keinem Zusammenhang mit meiner beruflichen Tätigkeit und Leistung und auch nicht mit meiner persönlichen Leidensgeschichte.“
Source:: Kurier.at – Kultur



