
Die Neos wollen die Zahl der Hochschulen auf den Prüfstand stellen. Man müsse sich im Zuge der Erarbeitung einer Hochschulstrategie die Frage stellen, wie man mehr Exzellenz, bessere Talenteförderung, höhere internationale Sichtbarkeit, kürzere Studiendauern und eine höhere Abschlussquote schaffe, so Wissenschaftssprecherin Martina von Künsberg Sarre. „Aber auch die international große Anzahl von 77 Einrichtungen und 3.600 Studien müssen wir kritisch hinterfragen.“
„Muss nicht jede Hochschule alles machen“
Die Neos haben am Montag mit dem ehemaligen EU-Generaldirektor für Forschung und Innovation und ehemaligen Rektor der Universität Eindhoven, Robert-Jan Smits, im Parlament über notwendige strategische Weichenstellungen im Hochschulbereich diskutiert. „Der österreichische Standort wird in Zukunft nur attraktiv sein und mithalten können, wenn wir gut aufgestellt sind. Es geht um strategische Profilbildung. Es muss nicht jede Hochschule alles machen“, meinte von Künsberg Sarre in einer Aussendung.
Im vom Wissenschaftsministerium gestarteten Prozess zur Hochschulstrategie 2040 soll diskutiert werden, ob und wie die Hochschullandschaft neu geordnet werden soll. Ein Endbericht ist für das erste Quartal 2027 geplant. Zuletzt waren allerdings aufgrund der geplanten Sparmaßnahmen im Universitätsbereich die Universitätenkonferenz und die Privatuniversitätenkonferenz vorerst aus dem Prozess ausgestiegen.
Derzeit gibt es in Österreich 23 öffentliche Universitäten, 17 Privatuniversitäten, zwei Privathochschulen, 21 Fachhochschulen und 14 Pädagogische Hochschulen.
Source:: Kurier.at – Politik



