Wrabetz kündigt Veränderungen bei Rapid an: „Wir überprüfen alles“

Sport

Die Vorfreude war schon einmal größer bei den Rapid-Verantwortlichen mit Blick auf ein Mitgliedertreffen. Dass mit dem teuersten Kader der Vereinsgeschichte nicht mehr rausgekommen ist als eine Europacup-Qualifikation auf den letzten Drücker (via Play-off gegen Ried) sorgte für spürbaren Unmut beim Anhang.

Aber wer die Werte eines Mitgliedervereins hochhält, muss sich auch Kritik von der Basis stellen. Rund 600 registrierte Mitglieder haben sich für die Versammlung im Allianz Stadion angemeldet – es gab bis Montagnacht viele, teils sehr kritische Wortmeldungen.

Da erst im Spätherbst eine Hauptversammlung ansteht, war der Montag das Hochamt der Mitbestimmung in Hütteldorf.

Lange Beratungen, deutliche Worte

In der Vorwoche hat es eine auffallend lange Präsidiumssitzung gegeben. Wie vom KURIER berichtet, wird intensiv beraten, was abseits des Rasens verbessert oder umstrukturiert werden muss, um im Sommer 2027 nach sechs (!) Jahren endlich wieder in den Top-3 der Tabelle zu landen.

Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen.

Präsident Alexander Wrabetz erklärt in seiner bislang deutlichsten und kritischsten Rede: „Es hat an Konstanz, Disziplin und Verlässlichkeit gefehlt. Oft wurde auch die nötige Extra-Meile nicht absolviert.“

Der Vereinsboss fordert, dass „beim Scouting nicht nur Talent, sondern auch Mentalität und Physis beachtet werden.“ Zusätzlich müssen „Transfers besser mit dem Trainer abgestimmt werden“.

Wie geht es weiter? „Wir überprüfen alles“. Mögliche Konsequenzen sollen „in den kommenden Wochen folgen“.

Sportvorstand Markus Katzer reagierte ungewöhnlich selbstkritisch, konkret bei den späten Einkäufen von Ndzie, Tilio und Gulliksen: „Transfers mit ordentlicher Ablöse, die in eine damals noch funktionierende Gruppe kommen, machen etwas mit einem Team.“

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Katzer spricht von „vielen Learnings, wir müssen künftig vieles anders machen.“

Fix ist laut Katzer „dass es noch Zu- wie Abgänge geben wird.“

Hoff Thorup bleibt in Österreich 

Trainer Johannes Hoff Thorup ist übrigens nach einem zähen ersten Halbjahr im Amt nicht aus dem Land geflüchtet: Der Däne urlaubt mit seiner Familie derzeit in Österreich.

Bereits am 18. Juni erwartet Hoff Thorup den Kader wieder im Trainingszentrum.

Aufgrund der Play-off-Teilnahme haben sich die Rapidler selbst um einige Urlaubstage gebracht. Am 27. Juni wird erstmals getestet – gegen den FAC mit Mario Sonnleitner als neuem Cheftrainer des Zweitligisten.

Auf dem Weg ins Trainingslager im oberösterreichischen Freistadt gibt es am 5. Juli sogar zwei Testspiele – in Perg gegen Pardubice (aus Tschechien) und direkt danach Rapid Bukarest.

Es ist keine Zeit zu verlieren beim Plan, auf ein offensives 4-3-3-System umzustellen.

Noch im Juli, direkt nach dem WM-Finale, sind die ersten drei Pflichtspiele angesetzt: Bevor es in der Bundesliga am 2. August losgeht, muss sich Rapid bereits in der Quali zur Conference League (23. und 30. Juli) sowie im ÖFB-Cup (26. Juli) beweisen.

Veränderte Transferpolitik 

Besonders im Fokus steht dabei die Transferpolitik. Der Schwerpunkt hat sich verschoben – es kommen nicht mehr beinahe ausschließlich junge Legionäre, sondern auch Routiniers (wie Mittelstürmer Adamsen, 31) und wieder verstärkt ÖFB-Talente.

Das zeigt der Rückkauf von U-21-Teamspieler Bajlicz ebenso wie die Verpflichtung der jeweils 18-jährigen Nachwuchsstürmer Jozepovic und Riegel.

HSV als Gegner, Panathinaikos soll kommen 

Gelobt wurde von Präsident Wrabetz hingegen Steffen Hofmann, der für die in die Bundesliga aufgestiegenen Frauen verantwortlich ist.

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Source:: Kurier.at – Sport

      

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